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Dienstag, 12. Dezember 2017,
Smartphone trifft alte Elfer / Alternative zu Becker

Porsche: Nachrüst-Navi für Klassiker

Wer einen Old- oder Youngtimer hat, kennt die Frage: Nutzt man aus Originalitätsgründen das Radio von einst, das heutige Technik-Ansprüche meilenweit verfehlt, oder baut man ein modernes Gerät ein, das oft hässlich und inkompatibel ist? Porsche löst das Dilemma nun mit einem Gerät, das aktuelle Technik und stilvolles Design verbinden soll.
Porsche: Nachrüst-Navi für Klassiker
Porsche
Smartphone trifft Oldie: Porsche offeriert
ein modernes Radio-Navi im früheren 1-DIN-Format für seine Klassiker
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Das neu entwickelte System passt in den jahrzehntelang üblichen 1-DIN-Schacht und wird über zwei Drehknöpfe, sechs Tasten und einen 3,5-Zoll-Touchscreen bedient. Durch die Anmutung der schwarzen Oberfläche und die Form der Drehknöpfe, die serienmäßig in zwei Ausführungen beiliegen, fügt sich das Navigationsradio weitgehend harmonisch in die Armaturentafel von Porsche-Klassikern ein. Es eignet sich für die Sportwagengenerationen zwischen dem ersten 911 der 1960er-Jahre und dem letzten Elfer mit Luftkühlung Mitte der 1990er Jahre (Baureihe 993), einschließlich der früheren Front- und Mittelmotor-Modelle.

Das neue Navigationsradio bietet alle wichtigen Features heutiger Systeme: Neben störungsarmem Rundfunkempfang und präziser Navigation gibt es Schnittstellen für diverse externe Musikquellen, die sich über das Display steuern lassen. Via Bluetooth kann ein Smartphone vernetzt werden. Dazu verfügt das Klassiker-Radio sowohl über ein internes als auch über ein mitgeliefertes externes Mikrofon. Der integrierte Verstärker leistet 4x45 Watt und kann entweder direkt an die Lautsprecher oder mit einem optionalen Adapterkabel an das Original-Soundsystem angeschlossen werden.

Das neue Navigationsradio wurde speziell für die klassischen Sportwagen entwickelt. Beispielsweise ist der Radio-Empfang auf die ab Werk eingebauten Antennen, meist nur ein einzelnes Teleskop, optimiert. Das Bedienkonzept des Gerätes orientiert sich dagegen am aktuellen Porsche Communication Management (PCM). Der Fahrer kann sich die Routenführung durch Pfeile sowie als zwei- oder dreidimensionale Karte darstellen lassen.

Das neue Navigationsradio kostet 1.184 Euro, was für Porsche-Verhältnisse noch fair ist. Angaben zu den Update-Kosten für das auf 8-GB-SD-Karte gespeicherte Kartenmaterial machte der Autobauer nicht. Wer sich am Porsche-Schriftzug nicht stört, dürfte das Gerät auch in Fahrzeuge anderer Hersteller einbauen können; es stellt damit eine Alternative zu dem als limitierte Auflage wieder angebotenen Becker Mexiko in der Retro-Edition (Link nachfolgend) dar, das über ein kleineres und nicht berührungsempfindliches Display verfügt.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 24.02.2015  —  # 11359
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB