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Mittwoch, 13. Dezember 2017,
Sechs Ausbaustufen bis 8 Zoll / Mit Näherungstechnik und Wischgesten

VW Golf VII: Neue Radios und Navigationssysteme

VW Golf VII: Neue Radios und Navigationssysteme
Neues, teures Top-Navi Volkswagen
"Discover Pro" im VW Golf VII
Im neuen VW Golf debütieren auch neue Radio- und Navigationsgeräte. In nicht weniger als sechs Ausbaustufen stehen sie zur Wahl. Highlights sind mehr Schnittstellen und größere Displays mit bisher so nicht bekanntem Näherungssensor sowie Gestensteuerung.
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Der neue Golf basiert auf dem sogenannten Modularen Querbaukasten, das dürfte dank guter Volkswagen-PR inzwischen jeder halbwegs Autointeressierte wahrgenommen haben. Die Motoren des VW Golf VII kommen aus dem Modularen Diesel- respektive Ottomotoren-Baukasten, und so nimmt es nicht Wunder, dass die neuen Multimediasysteme dem neuen Modularen Infotainment-Baukasten (MIB) entstammen.

Er kommt bereits im Audi A3 zum Einsatz, und wer verglicht, stellt schnell die hohe Flexibilität der Baukasten-Lösung fest: Wo Audi auf einen Dreh-Drücksteller zur Bedienung setzt, bleibt VW dem Touchscreen-Prinzip treu. Was besser ist, ist letztlich Ansichtssache - beide haben ihre Vor- und Nachteile.

Serienmäßig an Bord des neuen Golf ist ein 5 Zoll großes Display ohne Farbdarstellung mit einer Auflösung von 400 x 240 Bildpunkten. Hier werden u.a. die Bordcomputer-Infos (Durchschnittsverbrauch, Fahrstrecke, Reichweite etc.) zusätzlich zur MFA im Kombiinstrument angezeigt, so dass auch der Beifahrer diese ablesen kann. Außerdem lassen sich Fahrzeugeinstellungen (z.B. Winterreifenwarnung, Komfortblinken, Türverriegelung, Sprache) vornehmen. Das Display dient außerdem als optische Anzeige für die Parksensoren oder die Fahrprofilauswahl. Neu ist die Anzeige des Datums sowie die des Ölstands im Servicemenü.

Die Helligkeit der Instrumentenbeleuchtung wird nun ebenfalls menübasiert festgelegt, der entsprechende Drehregler neben dem Lichtschalter entfällt - angesichts der seltenen Benutzung dieser Funktion sicher eine gute Lösung. Auch wird im Standard-Display das Klimatisierungsmenü angezeigt, ferner die sogenannten Eco-HMI-Anzeigen (Hinweise auf Stromverbraucher und Tipps zum sparsamen Fahren). Je nach Ausstattung lässt sich über diesen Touchscreen auch die erstmals im Golf verfügbare Lenkradheizung bedienen.

Ein Radio umfasst das System dagegen nicht. Es ist erst ab der mittleren Ausstattungslinie "Comfortline" serienmäßig unter dem Namen "Composition Touch". Nächstes Gerät in der Hierarchie ist sodann "Composition Colour" mit 5,8-Zoll-Farbdisplay und CD-Spieler. Dieser sitzt wie bei Audi nun nicht mehr im Gerät, sondern im Handschuhfach, was u.a. zur Diebstahlsvorbeugung sinnvoll ist. "Composition Media" umfasst zusätzliche Schnittstellen und Freisprechanlage, als "Discover Media" zusätzlich eine Navigationsfunktion. Topgerät ist "Discover Pro" mit nochmals größerem Display, Premium-Sprachsteuerung, W-LAN-Hotspot und weiteren Features.

Ab dem "Composion Media" setzt VW im Golf VII Displays ein, die eine Näherungssensorik aufweisen: Sobald sich ein Finger des Fahrers oder Beifahrers dem Touchscreen nähert, schaltet das System automatisch vom Anzeige- in einen Bedienmodus. Der Anzeigemodus zeichnet sich durch eine auf das Wesentliche reduzierte Darstellung aus. Im Bedienmodus hingegen werden die via Touchscreen aktivierbaren Elemente besonders hervorgehoben, um so die Bedienung zu erleichtern. Darüber hinaus verfügen die Displays über eine Funktion, bei der über Wischgesten in Listen gescrollt oder in CD-Covern der Mediathek geblättert werden kann - ganz so wie am Smartphone.

Ähnlich wie bei Mercedes sind im Preis der beiden Navigationsgeräte Karten-Updates für drei Jahre inbegriffen. Details zu den Geräten und die Preise entnehmen Sie bitte der verlinkten Übersicht. Ob MIB-Geräte auch in anderen VW-Baureihen vor dem jeweiligen Modellwechsel eingesetzt werden, ist nicht bekannt.

Fotos zu den Geräten können wir Ihnen mangels Verfügbarkeit seitens VW nicht bieten.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 05.09.2012  —  # 10272
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB