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Mittwoch, 13. Dezember 2017,
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204 PS starke Limousine mit 5,7 Litern Normverbrauch

Mercedes S 250 CDI: Tabubruch für Top-Verbrauch

Mercedes S 250 CDI: Tabubruch für Top-Verbrauch
Bild anklicken für Großansicht Sparsamste Oberklasse-
Limousine: Mercedes S 250 CDI BE
Daimler
Schon in den letzten Wochen hatte Mercedes neue respektive überarbeitete Motoren für die S-Klasse angekündigt. Doch erst heute lassen die Stuttgarter – eher nebenbei – die Katze aus dem Sack: Erstmals gibt es die S-Klasse bald mit einem Vierzylinder-Motor, der sie zur mit Abstand sparsamsten Oberklasse-Limousine macht. Hatte man in den letzten Jahren den Eindruck, Mercedes habe das Thema Verbrauchsreduzierung nicht allzu weit oben auf der Tagesordnung und konnten viele Stuttgarter Modelle jedenfalls insoweit nicht mit den Konkurrenten von Audi, BMW und VW mithalten, schlägt Daimler jetzt peu à peu zurück.

Der neueste und vorläufige Höhepunkt ist mit einem Tabubruch verbunden: Erstmals ist die S-Klasse auch mit einem Vierzylinder-Motor erhältlich. Er ist der aus anderen Baureihen bis hinunter zur C-Klasse bekannte (was notabene kein Novum ist) Direkteinspritzer-Diesel mit zweistufiger Aufladung. Er leistet aus 2,1 Litern Hubraum (2.143 ccm) - nach Mercedes-Lesart aus 2,2 Litern - 204 PS bei 4.200 Umdrehungen. Auch das maximale Drehmoment liegt mit 500 Newtonmetern zwischen 1.600 und 1.800 Touren auf dem bekannten Niveau.

Ganz so schnell wie die stärkeren Brüder ist der S 250 CDI BlueEFFICIENCY damit naturgemäß nicht, aber ein Beschleunigungswert von 8,2 Sekunden dürfte für viele Kunden ausreichend sein, erst recht gilt dies für die Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h.

Kombiniert mit der überarbeiteten Siebengang-Automatik und dem Start-Stopp-System hat Mercedes den Antriebsstrang bis auf einen Normverbrauch optimiert, der aufhorchen lässt: 5,7 Liter. Das ist, als Einordnung, ein halber Liter besser als ein VW Passat TDI mit 170 PS und DSG, wenngleich hier ebenfalls eine Verbesserung ins Haus steht. Im Vergleich zum gerade überarbeiteten V6-Diesel in der S-Klasse beträgt die Differenz immerhin 1,1 Liter, und gegenüber der erst kürzlich ausgelaufenen alten V6-Version mit 235 PS sogar fast zwei Liter. Die S-Klasse ist sogar noch einen Hauch sparsamer als das E-Klasse-Pendant, allerdings nur noch auf dem Papier, weil der E 250 CDI wie berichtet ebenfalls noch diesen Herbst auf 4,9 Liter aktualisiert wird.

Um das Komfortniveau sicherzustellen, kommen im neuen S 250 CDI BlueEFFICIENCY als Neuheit dynamisch gesteuerte Motorlager zum Einsatz. Je nach Drehzahl, Last und Fahrgeschwindigkeit verändern diese per Datenbus mit der Motorsteuerung vernetzten Motorlager ihre Steifigkeit und Dämpfung und verhindern so die Übertragung störender Schwingungen und Geräusche vom Motor auf die Karosserie.

Mit 5,7 Liter Verbrauch ist die neue Variante die mit Abstand sparsamste Oberklasse-Limousine der Welt. Auch Audi will einen Vierzylinder im A8 anbieten, hat einen möglichen (zeitlichen) Vorsprung durch Technik hier aber nicht einfahren können. Das Ende der Fahnenstange ist bei Mercedes freilich noch nicht erreicht, denn es darf als nahezu sicher gelten, dass exakt dieser Motor demnächst mit einem Hybridmodul kombiniert wird. Wir tippen auf 4,9 Liter Verbrauch, wenn der entsprechende E-Hybrid (Marktstart 2011) laut früherer Mercedes-Ankündigung auf 4,1 kommt.

Ganz perfekt wäre das Auto antriebstechnisch aber erst, wenn Mercedes Vierzylinder-Diesel, Hybrid und die Bluetec-Abgastechnik kombinierte, die bisher dem S 350 CDI vorbehalten ist. Mehr zu diesem Modell und den neuen Benzinern lesen Sie in den nachfolgend verlinkten Meldungen.

Das Beste zum Schluss: Der S 250 CDI ist nicht nur die sparsamste Art, S-Klasse zu fahren, sondern natürlich auch die günstigste: Bei 71.876 Euro beginnt die Preisliste und hält damit immerhin 4.400 Euro Respektabstand zum Sechszylinder. Zum Marktstart Anfang 2011 steht auch die Langversion (80.206 Euro) bereit - und sie verbraucht trotz 75 Kilogramm mehr Gewicht nach der Norm auch nicht mehr.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 23.09.2010  —  # 9019
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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