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Sonntag, 5. April 2020,
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Pläne für neues US-Werk bestehen unverändert weiter

VW erwägt Polo-Verkauf in den USA

Siehe Bildunterschrift
Verkauf evtl. auch in Reichel
den USA: Neuer VW Polo (Montage)
Während Toyota gerade den Bau eines US-Werks gestoppt hat, hält Volkswagen trotz der Absatzkrise an den Plänen für das neue Werk in den USA fest. Möglicherweise soll im Land der unbegrenzten Möglichkeiten künftig sogar der Polo angeboten werden. Die Pläne für das Werk im amerikanischen Chattanooga bekräftigte VW-US-Chef Stefan Jacoby gegenüber dem Magazin "auto motor und sport".

Welche und wie viele Modelle in dem Werk gebaut werden sollen, stehe noch nicht endgültig fest: "Wir werden dort den New Midsize Sedan (NMS) produzieren, der 2011 in den Markt kommt. Das wird eine Limousine, die in Ihren Maßen größer ist als der heutige Passat und die einen perfekten Zuschnitt auf amerikanische Anforderungen bietet. Darüber hinaus gibt es keine Entscheidungen", so Jacoby.

Geprüft wird derzeit auch die Markteinführung und eventuell sogar die Produktion des Kleinwagens VW Polo in den USA. Jacoby sagte in dem Interview, ihm komme es weniger darauf an, wo man diese Auto baue, ob in den USA, in Mexiko oder an einem anderen Standort. Man stelle aber eine zunehmende Nachfrage nach kompakteren Fahrzeugen fest, die man bedienen müsse. Jacoby: "Das könnte mit dem Polo funktionieren, ob als Stufenheck, Kurzheck oder als Raumkonzept. Kurzum: Ja, ich sehe ein gutes Marktpotenzial für dieses Auto."

Seinen Absatz steigern will VW in den USA auch dank des Diesel-Angebots. Der neue Jetta TDI sei sehr erfolgreich gestartet. Weitere Diesel-Angebote sind laut Jacoby geplant, und zwar sowohl vom NMS als auch vom Jetta-Nachfolger New Compact Sedan (NCS). "Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass wir beide optional mit Hybrid-Technologie anbieten werden." Dieses Jahr macht VW "rund sieben Prozent unseres US-Absatzes mit Diesel-Modellen. Ein toller Erfolg, der größer wäre, wenn wir nicht erst Mitte des Jahres das Angebot gestartet hätten und wenn wir eine volle Verfügbarkeit gehabt hätten. Das gilt es jetzt auszubauen."

Nach Angaben von Audi-Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer wird Audi erst nächstes Jahr über die US-Produktion entscheiden. "Diese Entscheidung werden wir Mitte 2009 treffen", sagte Schwarzenbauer dem Magazin. "So eine Standortentscheidung trifft man nicht nebenbei. Wir haben nicht die gleiche Entscheidungsbasis wie VW - aufgrund eines kleineren Volumens. Und wir wollen alle Alternativen sorgfältig prüfen."
Leserbrief Autokiste folgen date  17.12.2008  —  # 7667
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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