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Montag, 23. Oktober 2017,
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Gerät berücksichtigt u.a. Maße und Gewichte von Lkw oder Bus

VDO Dayton bringt spezielles Navi für Nutzfahrzeuge

Siehe Bildunterschrift
Optimiert für Lkw VDO Dayton
und Bus: VDO-Dayton-Navi "PC 5200 TSN"
Was für Pkw-Fahrer gut ist, kann für Lkw-Fahrer "suboptimal" sein: Navis, die zu kleine Brücken und niedrige Unterführungen nicht kennen, können mehr nerven als nützen. Abhilfe schafft VDO Dayton durch eine spezielle Truck-Navigation mit etlichen Zusatzfunktionen zum Nachrüsten. Neben dem Festeinbau-Gerät ist auch eine portable Variante angekündigt. Beim "PC 5200 TSN" ist die Systemsoftware des Gerätes so angepasst, dass individuelle Fahrzeugdaten wie Höhe, Breite, Gewicht und Achslast in die Routenberechnung mit einfließen.

Dabei werden die Attribute des jeweiligen Fahrzeugs mit den in den Kartendaten hinterlegten Durchfahrtshöhen, Brückenlasten etc. abgeglichen. Außerdem wurden die Algorithmen für die Wegführung entsprechend den Fahreigenschaften von großen Nutzfahrzeugen geändert. So wurde die Kartendarstellung um spezielle Truckinformationen erweitert und die Berechnung der Ankunftszeit entsprechend modifiziert. Wendemanöver werden, wenn möglich, vermieden.

Vor dem ersten Start definiert der Fahrer im Navigationssystem zunächst die Maße, Gewichte und den Gefahrguttyp seines Lkw oder Busses. Auf Basis dieser Daten wählt das System nun Routen aus, die das Fahrzeug möglichst problemlos benutzen kann. Diese Daten werden nur einmal eingegeben, aber bei jedem Neustart des Gerätes überprüft. So können etwa Ladungsgewicht oder Gefahrguttyp nach dem Abladen für die Rückfahrt schnell und problemlos geändert werden.

Integriert ist ein TMC-Empfänger zur dynamischen Stauumfahrung. Auch hier werden die speziellen Streckenkriterien für Nutzfahrzeuge berücksichtigt, so dass Trucker und Busfahrer nicht durch enge Ortschaften oder über zu schmale Brücken geführt werden.

Die Kartendaten stammen vom Navteq. Dort hat man die speziellen Restriktionen und die Sonderziele für Lkw wie zum Beispiel Autohöfe, spezielle Fernfahrer-Restaurants oder Tankstellen für Teile Westeuropas in die Datenbank eingepflegt, allerdings noch nicht für alle Gebiete. Dort, wo Brückenhöhen oder Achslasten noch nicht erfasst sind, führt das System durch Nutzung der herkömmlichen Daten der Pkw-Navigation zum Ziel. Zwei Symbole auf dem Bildschirm zeigen dabei an, ob die Route bereits komplett mit Nutzfahrzeugdaten digitalisiert ist.

Als Besonderheit bietet das System ein Modul für die Lenkzeitkontrolle an. Damit bekommt der Fahrer nicht nur rechtzeitig einen Hinweis, dass seine Pause bald ansteht. Vielmehr kann er bereits vor dem Start in der Routenliste sehen, wo er sich voraussichtlich befindet, wenn er die erste Pause einlegen muss. So kann er bereits im Vorfeld planen, welche Raststätte oder welchen Autohof er anfährt.

Das Gerät bietet neben der reinen Navigation Anschlussmöglichkeiten für Rückfahrkamera und DVBT-Tuner. Es wird in Kombination mit einer ganzen Palette von verschiedenen Bildschirmen angeboten, vom Rückspiegelmonitor bis hin zum sieben Zoll großen 16:9-Bildschirm. Ein konventionelles CD- oder DVD-Laufwerk gibt es nicht; alle Kartendaten und Sonderziele in Europa sind auf einer kompakten SD-Karte zusammengefasst.

Das Gerät kommt für 1.500 Euro in den Handel. Noch 2007 soll eine portable Truck-Variante folgen, die auf dem Pkw-Navi PN 3000 basiert.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 16.10.2007  —  # 6611
text Hanno S. Ritter
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