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Mittwoch, 18. Oktober 2017,
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470 Millionen Euro Subventionen innerhalb von sechs Jahren

EU fördert Wasserstoff-Forschung

Siehe Bildunterschrift
BMW Hydrogen 7 BMW
mit Wasserstoff-Antrieb
Wasserstoffautos im mehr oder weniger realen Betrieb gibt es derzeit nur von BMW und nur für Promis und sogenannte Meinungsführer. Nun will die EU-Kommission die Entwicklung und Vermarktung solcherart angetriebener Pkw vorantreiben – und greift tief in den Geldsäckel. Man schlage ein integriertes Programm für Forschung, Entwicklung und Demonstration unter Federführung der Industrie vor, heißt es in einer Mitteilung der Kommission. Dafür sollen in den kommenden sechs Jahren "Finanzhilfen" von 470 Millionen Euro fließen. Die Partner aus der Industrie müssen einen gleichwertigen Beitrag leisten.

Mit dieser Technologieinitiative dürfte die Entwicklung von Wasserstofftechnologien laut EU so beschleunigt werden, dass ihre Marktreife zwischen 2010 und 2020 erreicht werden kann. Zudem soll die Genehmigung von Wasserstoffautos für den europäischen Markt vereinfacht werden.

EU-Kommissionsvizepräsident Günter Verheugen, zuständig für Unternehmen und Industrie, dazu: "Die Einführung von Kraftfahrzeugen mit Wasserstoffantrieb kann die Luftqualität Europas verbessern und seine Abhängigkeit vom Erdöl verringern. Durch gemeinsame Anforderungen wird die Einführung dieser Fahrzeuge unterstützt und den Bürgern ein hohes Sicherheitsniveau gewährleistet. Außerdem wird die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hersteller angekurbelt."

Derzeit werden Wasserstoff-Kfz nicht vom so genannten EG-Typgenehmigungssystem erfasst. Dies führt zu komplizierten und teuren Genehmigungsverfahren und behindert die gemeinschaftsweite Markteinführung auf einer einheitlichen Basis. Der aktuelle Vorschlag zielt darauf ab, diese Fahrzeuge in das System aufzunehmen.

Den serienzugelassenen, wasserstoffbetriebenen Hydrogen 7 hat BMW bisher ausschließlich Prominenten anvertraut. Darunter sind u.a. Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber, US-TV-Moderator Jay Leno, Regisseur und Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck, die Schauspieler Christiane Paul und Axel Milberg, die Sopranistin Anna Netrebko, Prof. Dr. h.c. Roland Berger von der gleichnamigen Unternehmensberatung, FDP-Chef Guido Westerwelle, CSU-Chef Erwin Huber, Bundeswirtschaftsminister Michael Glos und Sixt-Chef Erich Sixt.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 10.10.2007  —  # 6598
text Hanno S. Ritter
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