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Großes Mittelfeld / Nur vier Mal die Bestnote / Mit Übersichten

Sommerreifen-Test 2006: ADAC prüft 35 Modelle

Siehe Bildunterschrift
Alle Jahre wieder: ADAC
ADAC testet Sommerreifen
Alle Jahre wieder Ende Februar – der ADAC-Sommerreifentest als Vorbote des Frühlings ist da. Insgesamt 35 Reifen in zwei Größen mussten dies Jahr zeigen, was sie können. Das Mittelfeld ist groß, besonders gute Pneus ebenso selten wie besonders schlechte.
Zu den letzteren gehören interessanterweise zwei Reifen mit spezieller Mercedes-Kennzeichnung aus dem Zubehörprogramm der C-Klasse. Diese schnitten in punkto Nässe-Verhalten so schlecht ab, dass sie nur mit "bedingt empfehlenswert" beziehungsweise "nicht empfehlenswert" bewertet werden konnten.

Beide Reifen erhielten in der aktuellen Version für den Reifenhandel dagegen deutlich bessere Noten - der Bridgestone Potenza RE050 A wurde in seiner Gruppe sogar Testsieger. Bei Mercedes, so folgert der ADAC, lege man offensichtlich mehr Wert auf Komfort und Wirtschaftlichkeit als auf sicheren Grip bei Nässe.

Das restliche Ergebnis bringt ein starkes Mittelfeld mit jeweils zehn "empfehlenswerten" Reifen pro Größe. Nur je zwei Fabrikate erhielten dagegen das Urteil "besonders empfehlenswert". Bridgestone und Pirelli heißen die Siegermarken, Turanza ER 300 und P 6 die Modellbezeichnungen der Erstplatzierten bei den kleineren Reifen, wie sie etwa beim VW Polo eingesetzt werden. Bei der größeren Dimension (225/45 R 17 W/Y) konnten sich der Bridgestone Potenza RE050 A und der Pirelli Pzero Nero ganz vorne platzieren.

Auf der anderen Seite der Tabelle finden sich etwa der BF Goodrich Profiler 2 (185/60 R 14 H), der auf der Gratwanderung zwischen Nässeverhalten und Haltbarkeit "klar abgestürzt" ist, wie der ADAC es formuliert. Trotz bester Verschleißnote führten die schlechten Nässe-Werte zu einem "nicht empfehlenswert". Sieben weitere Reifen mussten sich wegen Schwächen in einzelnen Testbereichen mit einem "bedingt empfehlenswert" zufrieden geben.

Preislich liegen die kleineren Reifen zwischen 39 und 76 Euro (ohne Wuchten und Montage), die größeren kosten 99 bis 210 Euro pro Stück. Wie üblich gilt gerade bei Reifen, dass die Preisunterschiede zwischen Reifenhändlern, Vertragswerkstätten, Online-Shops und Werkstattketten teilweise erheblich sind. Vergleichen und Handeln lohnt.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 23.02.2006  —  # 5086
text Hanno S. Ritter
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