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Donnerstag, 14. Dezember 2017,
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It's not a trick, it's a TRIXX

Opel präsentiert innovative Kleinstwagen-Studie

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Opel TRIXX
Opel
Bis zu 20 Prozent der Modellpalette solle künftig aus "aufregenden Nischenmodellen" bestehen, so Opel-Chef Carl-Peter Forster jüngst bei der Vorstellung des neuen Tigra TwinTop. Der ist damit gemeint, und natürlich auch der Speedster, doch das macht noch nicht 20 Prozent aus. Und so haben die Rüsselsheimer für den Genfer Autosalon im März noch einen weiteren Hingucker auf die Räder gestellt.

"TRIXX" heißt das Konzept eines Kleinstwagens à la Smart ForTwo. Der Opel allerdings ist gemacht "ForFour", und das mit durchaus innovativen Ideen: So verzichtet Opel auf eine Heckklappe, dafür gibt es insgesamt drei Türen an den beiden Seiten, die wie bei der großen IAA-Studie Insignia nach dem "Pantograf"-Prinzip arbeiten - eine Mischung aus konventioneller und Schiebe-Tür mit elektrischem Antrieb. Zwei davon gibt es auf der Beifahrerseite, eine auf der Fahrerseite. Platz bietet der TRIXX dann wie gesagt für bis zu vier Personen, wobei die vierte ein Kind sein sollte. Das nimmt auf einem aus der Rückwand hinter dem Fahrer aufklappbaren Sitz Platz. Daneben haben die Opel-Mannen einen per Kompressor in Sekundenschnelle aufblasbaren Sitz positioniert, der für die dritte Person gedacht ist. Der Beifahrersitz lässt sich wegklappen, so dass bei einer Fahrt zu zweit der Beifahrer auch hinten Platz nehmen kann und sich dann über große Platzverhältnisse freuen darf.

Wer alle Sitze wegklappt bzw. ihnen die Luft entfernt, erntet schon fast einen Kleintransporter: Bis zu 890 Liter Ladevolumen verspricht Opel für diesen Fall, und davon können Smart-Fahrer in der Tat nur träumen. Mit einer Ladelänge von 1,53 Metern soll sich sogar ein komplettes Mountainbike unzerlegt transportieren lassen.

Weiterer Clou: Eine Heckklappe gibt es wie erwähnt nicht, wohl aber lässt sich die Rückscheibe versenken. Im Zusammenspiel mit der nach vorne verschiebbaren hinteren Hälfte des Glasdachs entsteht quasi ein Mini-PickUp, der dann bis zu 1,40 Meter lange und 96 Zentimeter breite Gegenstände aufzunehmen vermag. Und das ist noch immer nicht alles: Ein wie eine Schublade herausziehbarer Heckgepäckträger dient zum Transport schwerer oder schmutziger Lasten.

Ein vielseitiges und innovatives Konzept also, das die Rüsselsheimer auf gerade einmal 3,04 Metern Länge mit zwei Metern Radstand verwirklicht haben (Smart: 2,50 Meter, Radstand 1,81 Meter). Für Vortrieb sorgt der aus diversen Opel- und Fiat-Modellen bekannte 1,3-Liter-Diesel mit 70 PS, der dem kleinen TRIXX ordentlich Dampf machen sollte.

Bleibt die Frage, ob der TRIXX so oder ähnlich jemals in Serie gehen wird, und natürlich schweigt Opel zu diesem Thema. Wenn die Rüsselsheimer es aber ernst meinen mit den 20 Prozent, würde sich das Modell durchaus gut eignen. Und Smart hat schon lange einen Mitbewerber verdient.

Nachtrag (28.02.2004): Inzwischen gibt es auch echte Fotos. Hier »
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 06.02.2004  —  # 2803
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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