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Dienstag, 17. Juli 2018,
Audi plant Brennstoffzellen-SUV frühestens 2020 in Kleinserie

Audi und Hyundai: Kooperation bei Brennstoffzellen-Technik

Gerade erst haben Daimler und Ford ihre Kooperation beim Thema Brennstoffzelle aufgelöst, da ist die Autowelt um eine ebensolche reicher: Nun wollen Audi und Hyundai ihre Kräfte bündeln, um die Technik weiter zu entwickeln.
Audi und Hyundai: Kooperation bei Brennstoffzellen-Technik
Hyundai
Vorsprung durch Technik: Anders als Audi hat
Hyundai mit dem Nexo bereits ein Brennstoffzellen-Auto im Angebot
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Die Audi AG und die Hyundai Motor Group wollen die Entwicklung der Brennstoffzellen-Technologie vorantreiben. Mit der Kooperation wollen man die Großserien-Reife der Brennstoffzelle schneller und effizienter erreichen. Man beabsichtige den wechselseitigen Tausch von Patenten und Zugang zu nicht wettbewerbsrelevanten Bauteilen, teilte Audi mit. Darüber hinaus prüfe man eine "weitergehende Zusammenarbeit" bei der Entwicklung dieser nachhaltigen Technologie. Die Vereinbarung steht noch unter Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Behörden.

Die Brennstoffzellen-Technik hat gleich mehrere Vorteile: Hohe Reichweiten jedenfalls im Vergleich zu aktuellen Elektroautos, kurze Betankungszeiten und weniger Gewicht dank kleinerer Akkus. Auf der Soll-Seite stehen vor allem die Problematik der regenerative Erzeugung von Wasserstoff und der Infrastruktur-Aufbau.

Die Brennstoffzelle sei die konsequenteste Form des elektrischen Fahrens und damit ein "starkes Asset" im Technologie-Portfolio für die emissionsfreie Premium-Mobilität von morgen, sagt Audis Entwicklungsvorstand Peter Mertens. "Dabei bündeln wir unsere Kräfte mit starken Partnern wie Hyundai." Für den Durchbruch seien Kooperationen der richtige Weg, um technologischen Vorsprung bei attraktiven Kostenstrukturen zu erreichen. Hyundai-Manager Euisun Chung sagte, man sei zuversichtlich, dass die Partnerschaft mit Audi die Vision und die Stärken des Brennstoffzellen-Antriebs erfolgreich unter Beweis stellen werde.

Audi beschäftigt sich seit knapp 20 Jahren mit Brennstoffzellen-Konzepten. Als erster Versuchsträger entstand 2004 der kompakte Audi A2H2; es folgten drei weitere Studien. Derzeit entwickeln die Ingolstädter in konzernweiter Entwicklungsverantwortung die sechste Technologie-Generation. Sitz des Brennstoffzellen-Kompetenzzentrums ist der Standort Neckarsulm.

Anfang des kommenden Jahrzehnts will Audi die Brennstoffzelle als Kleinserie in einem sportlichen SUV einführen - und hinkt damit dem aktuell verfügbaren Hyundai Nexo deutlich hinterher. Die Lizenzvereinbarung mit Hyundai zielt aber bereits auf die nächste Entwicklungsstufe und ein breiteres Marktangebot.
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text  Hanno S. Ritter
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