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Montag, 19. November 2018,
Über 400.000 H-Pkw zugelassen / VW Käfer weiter führend

Oldtimer-Bestand wächst weiter

Oldtimer erfreuen sich weiter steigender Beliebtheit in Deutschland. Über 400.000 Autos mit H-Kennzeichen sind derzeit registriert, doch die wahre Zahl an Oldtimern ist noch deutlich höher.
Oldtimer-Bestand wächst weiter
Volkswagen
Der VW Käfer ist nach wie vor der verbreitetste
Oldie in Deutschland, doch der Golf holt auf
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Ende 2017 waren in Deutschland erstmals mehr als 400.000 Pkw-Oldtimer mit H-Kennzeichen gemeldet. Ihre Zahl stieg auf 422.213, ein Zuwachs von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt stieg der Bestand aller historischen Fahrzeuge, inklusive Motorrädern und Nutzfahrzeugen, auf 477.386. Das ergab eine aktuelle Auswertung durch den Verband der Automobilindustrie (VDA) auf Basis von Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes.

In den vergangenen zehn Jahren wuchs der Bestand von Oldtimern mit H-Kennzeichen um 157 Prozent an. Ihr Anteil am Pkw-Gesamtbestand beträgt jedoch lediglich 1 Prozent. Die Fahrzeuge sind im Durchschnitt gut 42 Jahre alt.

In der Rangliste der beliebtesten Oldtimer liegt seit vielen Jahren der VW Käfer vorn. 36.258 Käfer mit H-Kennzeichen sind auf deutschen Straßen unterwegs. Ein weiterer Volkswagen, der als Oldtimer zunehmend Bedeutung gewinnt, ist der Golf. In der Rangliste der häufigsten Modelle ist er gegenüber 2016 von Platz 8 auf Platz 6 geklettert. Allerdings haben nur rund 30 Prozent aller gemeldeten Golfs, die älter als 30 Jahre sind, ein H-Kennzeichen.

Der Mercedes-Benz W 123 hat seinen zweiten Rang mit nun 19.718 Fahrzeugen gehalten. Auf den weiteren Plätzen folgen Porsche 911/912 und der Mercedes SL der Baureihe 107. Auch sonst ist Mercedes stark vertreten, mehr als 100.000 Sternen-Pkw tragen ein H-Kennzeichen. Auf Platz 2 folgt Volkswagen vor Porsche, Ford, Opel und BMW. Die Münchner konnten 2017 besonders stark zulegen, der Bestand wuchs um fast 20 Prozent.

Der VDA setzt sich dafür ein, dass Oldtimer auch in Zukunft ohne Einschränkung auf öffentlichen Straßen fahren dürfen – auch wenn sie natürlich den modernen technischen Standards meist nicht entsprechen können. "Doch sie sind automobiles Kulturgut und haben eine sehr geringe Jahreslaufleistung", sagte VDA-Chef Bernhard Mattes.
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text  Hanno S. Ritter
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