Stoffverdeck-Cabriolet kommt mit acht Motorisierungen

Mercedes zeigt die offene C-Klasse

Nach dem Jahr der SUVs ist Mercedes mitten im Jahr der offenen Modelle. Was insgesamt nicht mehr so beliebt ist bei den Kunden und anderswo demzufolge auf der Streichliste steht, wird bei Mercedes forciert. Vorläufiger Schlusspunkt der "Traumwagen-Offensive" ist das jetzt vorgestellte Cabriolet der C-Klasse.
Daimler
Premiere in Genf:
Mercedes öffnet die C-Klasse
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Mercedes zeigt auf dem Genfer Autosalon neben der Europapremiere der neuen E-Klasse die offene Version der C-Klasse, die zusammen mit den jüngst renovierten Roadstern SLC und SL und dem modänen S-Klasse-Cabriolet das lifestylige Image der Marke unterstreichen sollen.

Als neues Einstiegsmodell in die Cabrio-Welt der Marke setze auch das C-Klasse Cabriolet den Kern der hauseigenen Designphilosophie konsequent um, heißt es bei Mercedes: "sinnliche Klarheit als Definition von modernem Luxus". Dabei zeige es einen eigenständigen Charakter mit sichtbar sportlicher Ausprägung und jugendlich frischer Ausstrahlung. Da ist Marketing-Sprech, aber auch nicht ganz von der Hand zu weisen, hebt sich doch schon die Limousine der aktuellen C-Klasse optisch sichtbar vom Wettbewerbsumfeld und vor allem von ihren Vorgängern ab.

Nun also das Cabriolet, abgeleitet vom Coupé und bis auf ein paar Millimeter diesem in den Maßen entsprechend. Natürlich trägt der Wagen ein Stoffverdeck, das es in normaler (ausschließlich schwarzer) und in besonders gedämmter und in vier Farben bestellbarer Komfortausführung gibt, jeweils mit Glasscheibe. Bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h lässt es sich in weniger als 20 Sekunden öffnen und schließen, in Sachen Haltbarkeit soll es der Stoffmütze der S-Klasse nicht nachstehen. Der Kofferraum bietet ein Volumen von 360 Litern, bei geöffnetem Dach bleiben 285 Liter übrig.

Vom Coupé abgeleitet sind die Sportsitze in Integraloptik mit kräftigen Seitenwangen, formintegrierter Kopfstütze sowie der optionalen Kopfraumheizung AIRSCARF. Serienmäßig unterstützen automatische Gurtbringer beim Anschnallen. Die Fondsitze haben Einzelsitzcharakter. Ihre Lehnen bieten eine Durchlademöglichkeit. Auf Wunsch montiert Mercedes auch beim offenen C das AIRCAP genannte, in den Dachrahmen integrierte elektrische Windschottsystem, das gekoppelt ist an ein elektrisches Windschott hinter den Fondsitzen. Auf Wunsch gibt es dort auch nur ein manuelles Windschott.

Serienmäßig ist das im Vergleich zur Limousine 15 Millimeter tiefer gelegte Fahrwerk des Cabriolets mit einer Stahlfederung mit selektivem Dämpfungssystem ausgerüstet. Ein optionales Sportfahrwerk mit straffer ausgelegter Federung und Dämpfung inklusive Sport-Direktlenkung ist ebenso bestellbar wie die Luftfederung AIRMATIC, die die Mitbewerber nicht bieten können. Markentypisch ist auch das pyrotechnisch arbeitende Überrollschutzsystem mit im Ernstfall hinter den Fondsitzen herausschnellenden Kassetten.

Acht Motoren stehen zur Wahl, allesamt bekannt aus den anderen Karosserieversionen bzw. Baureihen. Die Basis bildet der 1,6-Liter-Benziner mit 156 PS, die Spitze markiert der Dreiliter-V6 mit 367 PS im Mercedes-AMG C43 4MATIC Cabriolet. Wer das etwas aufdringliche AMG-Styling nicht mag, bekommt den gleichen Motor mit 333 PS auch als normalen C400 4MATIC. Die meisten Kunden dürften indes zu den Dieseln greifen, die 170 bzw. 204 PS leisten. Es handelt sich hierbei noch um den alten 2,1-Liter-Motor. C220d und C200 sind auch mit Allradantrieb erhältlich. Die 9-Stufen-Automatik ist je nach Motorisierung optional oder serienmäßig.

Preise hat Daimler noch nicht mitgeteilt.
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Redaktion: Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB