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Mittwoch, 13. Dezember 2017,
Serienfertigung der Doppelkabine-Variante ab Juni

VW Amarok: Stapellauf für Produktion in Hannover

VW Amarok: Stapellauf für Produktion in Hannover
Der VW Amarok wird VWN
jetzt auch in Hannover gebaut
Endlich bekommt das Nutzfahrzeug-Werk von Volkswagen in Hannover einen neuen Produktionsauftrag. VW-Chef Martin Winterkorn eröffnete heute zusammen mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister die Fertigungslinie für den Amarok.
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Gut zwei Jahre nach der Markteinführung des Amarok wird der Midsize-Pickup auch im Stammwerk der Marke Volkswagen in Hannover produziert. In einem vollen Produktionsjahr sollen rund 40.000 Amarok in der Version mit Doppelkabine produziert werden, die an Kunden in Ost- und Westeuropa und in Afrika geliefert werden. Die Produktion im argentinischen Pacheco wird künftig schwerpunktmäßig Latein- und Südamerika beliefern.

Zur Errichtung der Amarok-Produktion gehörten umfangreiche Flächensanierungen der Halle 2, wo von 1975 bis 2006 der LT gebaut wurde, sowie die Integration des Amarok in die Lackiererei und den Karosseriebau und der Aufbau der neuen Fahrzeugmontage. Derzeit wird auf der Amarok-Montagelinie die Produktions-Vorserie gebaut, die bald nach dem heutigen Stapellauf von der sogenannten Nullserie abgelöst wird. Ab Ende Juni wird die Serienproduktion einsetzen, werktäglich werden in Hannover dann 185 Amarok die Bänder verlassen.

Winterkorn erklärte, VW habe im Segment der leichten Nutzfahrzeuge weltweit große Wachstumschancen. Mit dem Produktionsstart in Hannover sei der Amarok endgültig in Europa angekommen. "Der Amarok 'Made in Hannover' steht für die Leistungsfähigkeit des Standorts und gibt der Erfolgsgeschichte unseres Volkswagen Pickup jetzt zusätzlichen Rückenwind." McAllister sagte, es sei großartig, dass der Amarok jetzt auch in Niedersachsen produziert werde. "Das ist eine gute Entscheidung für den Standort Stöcken. Der Amarok ist der erste Pickup seiner Klasse eines europäischen Herstellers. Es ist ein tolles Fahrzeug."

Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil bezeichnete die Entscheidung für die Produktion in Hannover als Beweis, dass am Standort Deutschland die Automobilproduktion weiterhin wettbewerbsfähig sei. "Der Amarok sichert die Jobs von vielen tausend Menschen, nicht nur im Werk, sondern auch in der Region, ab".

Fünf Generationen des VW-Busses, insgesamt fast 8,5 Millionen Transporter, Caravelle, Multivan und California sind nach Werksangaben seit 1956 in Hannover produziert worden. Zusätzlich sind rund eine Million LT, Taro, MAN-G-Lkw und in den siebziger Jahren auch einige zehntausend Käfer von den Bändern gerollt. Außerdem fertigt das Werk seit 2009 die lackierte Karosserie für den Porsche Panamera. Der VW Crafter als Nachfolger des LT wird bei Mercedes-Benz in Düsseldorf und Ludwigsfelde gebaut, der Caddy und einige T5 in Polen. Das Hannoveraner Werk hatte lange auf den Bau des Lifestyle-Modells Microbus gehofft, den der frühere VW-Chef Pischetsrieder der Belegschaft vor ziemlich genau zehn Jahren angekündigt hatte.

Die jetzige Eröffnung fand im Vorfeld des jährlich stattfindenden Standortsymposiums des Werks statt. Die Mitglieder des Volkswagen-Konzernvorstands diskutieren beim jährlich stattfindenden Standortsymposium gemeinsam mit dem Markenvorstand, dem Werkmanagement und dem Betriebsrat über die Entwicklung des Standorts.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 03.05.2012  —  # 10080
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB