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Sterling Trucks wird eingestellt / Auflösung zweier Werke / 3.500 Jobs entfallen

Daimler baut Nutzfahrzeug-Geschäft in Nordamerika massiv um

Siehe Bildunterschrift
Keine Zukunft für Daimler
Sterling Trucks. Bild: Acterra mit Crew Cab
Daimler verändert die Strategie bei Nutzfahrzeugen in Nordamerika. Mit einem am Montag in Stuttgart und Portland vorgestellten Plan will der Konzern auf die Nachfrageschwäche reagieren. Konkret werden Tausende von Arbeitsplätzen und ganze Werke wegfallen – und sogar eine Marke. Daimler Trucks North America (DTNA) werde sich auf eine Zwei-Marken-Strategie konzentrieren, heißt es. In der Folge wird die Produktion der Marke Sterling Trucks ab März 2009 komplett eingestellt.

Die Produktpaletten von Freightliner und Western Star werden künftig auf Marktsegmente erweitert, die vorher ausschließlich von Sterling bedient wurden. Die Konzentration soll verstärkte Innovationen in den Bereichen Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Kundennutzen ermöglichen und die führende Position im nordamerikanischen Nutzfahrzeugmarkt stärken.

Mit der Einstellung der Marke Sterling wird die Lkw-Produktion im Werk St. Thomas, Ontario, Kanada, im März 2009 beendet. Zur selben Zeit läuft der Tarifvertrag für die dort beschäftigten Mitglieder der Canadian Auto Workers Gewerkschaft aus. Mit Auslaufen des derzeit gültigen Tarifvertrags im Juni 2010 wird DTNA auch das Lkw-Werk in Portland, Oregon, stilllegen. Die Produktion von Nutzfahrzeugen der Marke Western Star wird in das Werk in Santiago, Mexiko, verlagert.

Die Produktion von Militärfahrzeugen der Marke Freightliner wird ab Mitte 2010 von einem der Werksstandorte in North- oder South Carolina übernommen. An den Plänen für die Eröffnung des neuen Werks in Saltillo, Mexiko, im Februar 2009 ändert sich nichts. Dort wird künftig der Cascadia, das neue Flaggschiff der Marke Freightliner, produziert.

Insgesamt werden von den Plänen bis Mitte 2010 voraussichtlich insgesamt 2.300 Arbeiter in den Werken in St. Thomas und Portland betroffen sein. Darin enthalten ist der bereits im Juli angekündigte Abbau von 720 Arbeitsplätzen, die im November 2008 im Werk in St. Thomas entfallen. Darüber hinaus plant DTNA den Abbau weiteren rund 1.200 Arbeitsplätzen in der Verwaltung.

Die Maßnahmen sollen ab 2011 zu jährlichen Ergebnisverbesserungen in Höhe von 900 Millionen US-Dollar führen. Die zu erwartenden Aufwendungen beziffert Daimler auf 600 Mio. US-Dollar, die auf die Jahre 2008 bis 2011 verteilt werden.

Im Rahmen der "Global Excellence Strategie" strebe man grundsätzlich "Rentabilität auf Benchmark-Niveau" an, sagte Andreas Renschler. Der ehemalige Chef von Smart ist im Vorstand des Konzerns inzwischen verantwortlich für Daimler Trucks. "Wir sind zuversichtlich, dass wir mit dieser Strategie die richtigen Antworten auf die Herausforderungen des nordamerikanischen Markts haben."
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 15.10.2008  —  # 7521
text Hanno S. Ritter
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