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Samstag, 16. Dezember 2017,
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Gottschalk: Autobauer prüfen 10 Prozent Ethanol-Beimischung bei Benzinern

VDA: Autoindustrie für höheren Biokraftstoff-Einsatz gerüstet

Siehe Bildunterschrift
"Einsatz biogener VDA
Kraftstoffe vorantreiben": Gottschalk
Angesichts der aktuellen Preisentwicklung an den Tankstellen rücken alternative Antriebsformen wieder verstärkt in den Fokus. Das Ziel ist, unabhängiger vom Erdöl zu werden. Biokraftstoffe sind eine weitgehend serienreife Alternative, die offenbar verstärkt genutzt werden könnte.
Der Einsatz solcher Kraftstoffe müsse konsequent vorangetrieben werden, sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Professor Bernd Gottschalk, am Sonntag in Frankfurt. "Die deutsche Automobilindustrie ist schon heute für einen höheren Einsatz biogener Kraftstoffe gerüstet - sowohl beim Diesel als auch beim Benziner."

Allzu konkret wurde der VDA-Chef dabei allerdings nicht. "Eine Verdoppelung der Beimischung von Biodiesel ist heute technisch machbar", so Gottschalk, "allerdings muss die Qualität stimmen." Das Potenzial sei bei weitem noch nicht ausgeschöpft. "Für die Umsetzung brauchen wir jedoch den Schulterschluss mit Mineralölwirtschaft und Politik." Derzeit werden maximal fünf Prozent RME (Biodiesel) dem normalen Diesel zugesetzt.

Auch beim Benziner könnten Biokraftstoffe stärkere Verwendung finden. Die Fahrzeuge seien heute bereits dafür ausgerüstet. Die deutsche Automobilindustrie prüfe derzeit eine Beimischungsquote von zehn Prozent Bioethanol, so Gottschalk. Aktuell ist bei Benzin eine Beimischung bisher erst in Planung, offenbar wegen Qualitätsproblemen bei der Lagerung und mangels ausreichender Rohstoffmengen.

Solche Kraftstoffe senken nicht nur die Abhängigkeit vom Öl, sondern helfen auch, die CO2-Emmissionen des Straßenverkehrs zu senken; sie sind jedoch nicht zwangsläufig auch günstiger.

Beispiele für regenerativ erzeugte Kraftstoffe sind etwa Bio-Ethanol, mit denen neuerdings die sogenannten FFV-Modelle des Ford Focus betrieben werden können (Autokiste berichtete) als auch der sogenannte "SunDiesel", der von Choren Industries im sächsischen Freiberg in einem patentierten Prozess aus Biomasse hergestellt wird. An dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) geförderten Forschungsprojekt sind DaimlerChrysler, Volkswagen und neuerdings auch Shell beteiligt, doch die zur Verfügung stehenden Mengen sind noch immer marginal:

Schon 2003 kündigten die Partner an, künftig Diesel-Neufahrzeuge ab Werk mit SunDiesel erstzubefüllen, was soweit bekannt noch immer nicht erfolgt.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 05.09.2005  —  # 4577
text Hanno S. Ritter
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