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Dienstag, 17. Oktober 2017,
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Neue Fähre ist schneller, größer und sicherer

Sylt-Fähre: Neues Schiff in Dienst gestellt

Siehe Bildunterschrift
Ersetzt die alten Rømø-Sylt Linie
Fähren: SyltExpress
Ab Donnerstag verkehrt eine neue Fähre zwischen List auf Sylt und Havneby in Dänemark – mehr denn je eine interessante Alternative zum Autozug über den Hindenburgdamm.
Das neue Schiff, 2004/05 in Norwegen gebaut und rund 14,5 Millionen Euro teuer, ist nach Betreiberangaben nicht nur umweltfreundlicher und sicherer, sondern auch schneller: Statt der bisherigen 50 Minuten schafft die neue Fähre die Strecke bei Bedarf in 35 Minuten.

Dies liegt einerseits an der auf 16 Knoten/Stunde erhöhten Geschwindigkeit, andererseits am Konzept: Bei der gut 88 Meter langen "SyltExpress" handelt es sich um eine Doppelendfähre, die durch die Ausstattung mit zwei dieselelektrisch angetriebenen Azimuth-Verstellpropellern in beide Richtungen fahren kann - zeitintensive Wendemanöver in den Häfen entfallen damit.

Im Sommerfahrplan wird die neue Fähre alle 90 Minuten eine Abfahrt von jedem Hafen aus durchführen. Pro Abfahrt erhöht sich im Vergleich zu den bisher eingesetzten Schiffen die Pkw-Kapazität um gut 45% und die Passagierkapazität um ca. 10%. An Bord des Neubaus finden 599 Passagiere Platz, für 399 von ihnen stehen Sitzplätze in den Salons der Fähre zur Verfügung, während weitere 200 Fahrgäste in den Sommermonaten Außensitzplätze auf den geräumigen Freidecks nutzen können. Das Autodeck verfügt über Kapazität für ca. 80 Pkw oder alternativ neun Lkw. Auch an Schwertransporte wurde gedacht.

Auf der Strecke, die vom Festland aus auch für Nutzfahrzeuge in Dänemark mautfrei über den Damm nach Rømø erreichbar ist, soll es künftig so gut wie keine Wartezeiten mehr geben.

Bereits seit 1963 verkehren zwischen List und Havneby Fähren. Heute nutzen rund 400.000 Passagiere und 65.000 Fahrzeuge jährlich die Strecke.

Die neue Syltfähre ersetzt die beiden konventionellen Fährschiffe M/S "Vikingland" (Baujahr 1974) und M/S "Westerland" (Baujahr 1971), die auf der Verbindung seit nunmehr über 30 Jahren im Einsatz sind. Zuletzt 1994/95 umgebaut und modernisiert, werden sie jetzt zum Verkauf ausgeschrieben.

Im Sommer 2005 kostet eine einfache Überfahrt, die auch online gebucht werden kann, je nach Fahrzeuglänge zwischen 37 und 41,50 Euro für einen Pkw, was ebenso wie die Fahrzeit ungefähr dem Niveau des Autozuges entspricht.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 12.07.2005  —  # 4407
text Hanno S. Ritter
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