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Bryan Nesbitt wird neuer Opel-Chefdesigner

Opel-Designchef Martin Smith wechselt zu Ford

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Martin Smith (l.) wechselt Opel
von Opel zu Ford Europe. Neuer Opel-Designchef wird der 35-jährige Bryan Nesbitt
Opel-Designchef Martin Smith wird das Unternehmen verlassen und zu Ford Europa wechseln. Als Nachfolger bei Opel wurde mit sofortiger Wirkung Bryan Nesbitt (35) bestellt.

Nesbitt ist zur Zeit "Direktor Design und Body Frame Integral Architectures" bei GM Design in den USA. Hinter dem Wortungetüm verbirgt sich die Verantwortung für das Karosserie-Design der Marken-übergreifenden Architekturen aller Fahrzeuge für General Motors Nordamerika (GMNA). Nesbitt verantwortete in dieser Funktion das Design der Konzept-Fahrzeuge Chevy SS und Pontiac G6 ebenso wie das Design des Serienmodells Pontiac G6 in der Limousinen-, Coupe- und Cabrio-Version.

Vor seinem Wechsel zu GM hatte der gebürtige US-Amerikaner Nesbitt sieben Jahre lang für Daimler-Chrysler gearbeitet. Nesbitt ist Absolvent des Art Center College für Design in Pasadena, Kalifornien. Er hat außerdem Architektur und Industrie-Design am Georgia Institute of Technology studiert.

Der Wechsel sei bereits seit fast einem Jahr geplant gewesen, so Ed Welburn, GM Vice President for Design. Nun, da der neue Astra großen Schwung für Opel gebracht habe, sei es genau der richtige Zeitpunkt, neue und frische Ideen einzubringen, ergänzte der Topmanager nicht ganz nachvollziehbar. Opel sei ein Unternehmen mit einer "großartigen Design-Tradition". In Rüsselsheim hieß es, Nesbitt komme in einer "aufregenden Zeit", und man freue sich auf die Zusammenarbeit. Ein Nachfolger für Nesbitt bei GM Design steht noch nicht fest.

Opel-Chef Carl-Peter Forster dankte Smith (54) für seine Leistungen. Dieser hat unterdessen als bei Ford Europe als neuer Designchef angeheuert. Mehr denn je definiere Design heute eine Marke und bestimme die Kaufentscheidung des Kunden, hieß es bei Ford. In dieser Beziehung habe man in den letzten Jahren bereits große Fortschritte gemacht, wolle die Einführung einer neuen Design-Sprache aber beschleunigen. Der bisherige Chef Chris Bird bleibt bei Ford, künftig aber im Team des neuen Vorgesetzten Smith.

Smith begann seine Design-Laufbahn bei Porsche im Jahr 1973 nach einem Studium in Liverpool und London. 1977 wechselte er zu Audi, wo er den Ur-Quattro designte und u.a. die Avus-Konzeptstudie entwickelte. Zuletzt war der gebürtige Engländer bei den Ingolstädtern für das Interieur-Design zuständig, etwa verantwortlich für den Audi TT. 1997 wechselte Smith zu Opel und war dort erst im Mai 2002 Designchef geworden.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 25.02.2004  —  # 2865
text Hanno S. Ritter
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