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Dienstag, 24. Oktober 2017,
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Unwetter und Überschwemmungen sind Zeichen des Klimawandels, so der Autoclub

VCD fordert Klimasteuer für Pkw und Maßnahmen gegen Bodenversieglung

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Angesichts der extremen Unwetter und Überschwemmungen in Deutschland, Italien und Österreich fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) entschiedenere Maßnahmen zum Schutz von Mensch und Natur. In erster Linie müsse der Ausstoß des Treibhausgases CO2 rapide gesenkt werden. Gerade im Verkehrsbereich lägen nach wie vor große Einsparpotenziale brach. Um diese schnell zu erschließen, müsse europaweit für alle Fahrzeuge ein verbindlicher Grenzwert für CO2 eingeführt werden.

Michael Gehrmann, stellvertretender Vorsitzender des VCD: "Die Anzahl heftiger Unwetter hat sich in den letzten 120 Jahren nahezu verdoppelt, ihre Intensität nimmt zu. Dieser Klimawandel ist Folge des Treibhauseffekts und der ist menschengemacht. Denn die Erwärmung geht auf das Treibhausgas CO2 zurück, das aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe stammt. Der Verkehr hat daran einen wesentlichen Anteil. Deshalb brauchen wir so schnell wie möglich einen Grenzwert für CO2 von 120 Gramm pro Kilometer für Pkw. Autos, die diesen Wert überschreiten, müssen mit einer Klimasteuer belegt werden."

Nur so würden sich sparsamere Fahrzeuge schneller auf dem Markt durchsetzen und das Klima entsprechend entlastet. Zudem habe sich auch das Instrument der Ökosteuer bewährt, das über den Verkehrsbereich hinaus Anreize zum Energiesparen gebe. "Es bedarf dringend der Fortsetzung dieses guten Ansatzes. Deshalb fordern wir die Parteien auf, sich noch vor der Wahl klar zur Ökosteuer zu bekennen oder bessere Konzepte zum Klimaschutz vorzulegen", erklärt Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD.

Eine weitere Ursache für die starken Überschwemmungen sei der anhaltend hohe Grad der Bodenversieglung und die Umwandlung der Flüsse in schnell fließende Wasserstraßen. Immer noch würden in Deutschland täglich rund 130 Hektar Land versiegelt, nicht zuletzt durch Straßen und Parkplätze. Es gebe daher immer weniger Flächen, auf denen Regenwasser in den Boden versickern könne. "Auch hier brauchen wir klare gesetzliche Vorgaben, um den enormen Flächenverbrauch zu stoppen. Dem Ziel der Bundesregierung, den Flächenverbrauch bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu senken, müssen konkrete Maßnahmen folgen", fordert Lottsiepen.

So muss aus Sicht des VCD beispielsweise an Stelle von Aus- und Neubau die Instandhaltung bestehender Verkehrswege treten und die Verkehrsverlagerung von der Straße auf die umweltfreundlichere Schiene forciert werden.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 13.08.2002  —  # 1384
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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