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Samstag, 21. Oktober 2017,
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Im Auto nach Griechenland: Teure Route durch Jugoslawien

ADAC-Testfahrt: Keine Probleme mit dem Autoput

Die Fahrt auf dem so genannten Autoput, der kürzesten Landverbindung über Slowenien, Kroatien, Jugoslawien und Mazedonien nach Griechenland oder in die Türkei ist wieder ohne größere Probleme möglich. Wie Touristik-Mitarbeiter des ADAC anlässlich einer Testfahrt feststellen konnten, ist die Balkan-Tour allerdings nach wie vor teuer und aufwendig. So hat der Autoput, vor zehn Jahren noch der wichtigste Anreiseweg nach Griechenland, auch viel von seiner ehemaligen Anziehungskraft eingebüßt. Dies liegt nicht zuletzt an der mittlerweile großen Anzahl von (und saisonbezogen auch preiswerten) Fährschiffen, die von Italiens Häfen aus starten.

Für die, die sich dennoch für die Autoput-Route entscheiden, das Wichtigste zur aktuellen Lage:
  • Die Grenzübergänge im Balkan können ohne Schwierigkeiten passiert werden. Derzeit gibt es auch keine Wartezeiten.
  • Die Versorgung mit Kraftstoff, auch mit Bleifrei (grün gekennzeichnet) ist überall unproblematisch.
  • Der Straßenzustand ist durchwegs zufriedenstellend, manchmal sogar gut. Dennoch sollte man vorausschauend fahren und Tempolimits genau einhalten: Die Polizei ist oft präsent.
  • Entlang des Autoputs gibt es inzwischen einige neue Motels, vor allem zwischen der jugoslawisch/kroatischen Grenze und der ostserbischen Stadt Nis. Die Orientierung und Ausschilderung zu den Hotels in den Städten lassen zu wünschen übrig. Auch gibt es dort kaum bewachte Parkplätze.
  • Die Fahrt durch Jugoslawien ist weiterhin sehr teuer. Für Hin- und Rückfahrt müssen 150 Mark Fahrzeug-Versicherung, 80 Mark Maut und 81 Mark Visumgebühr bezahlt werden.
  • Das Visum für Jugoslawien gibt es nur bei den Konsulaten in Deutschland. Geldbeträge über 1.000 Mark müssen an der jugoslawischen Grenze deklariert werden.
Im Umgang mit den Grenz-, Zoll- und Polizeibeamten mache sich ein freundlicher Umgangston bezahlt, so der ADAC: Hilfreich seien schon einige Worte in den Landessprachen. Auf dem Balkan-Trip solle man möglichst kleine DM-Scheine und Münzen dabei haben. Die Jugoslawien-Gebühren kann man nur mit D-Mark zahlen. Nach einem Rat des Automobilclubs sollte man sich außerdem vor Reiseantritt nach der Sicherheitslage auf der Autoput-Route erkundigen, dies gilt besonders für Mazedonien.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 29.04.2001  —  # 0451
text Hanno S. Ritter
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