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Donnerstag, 23. November 2017,
Aufgefrischte Front, neuer Dreizylinder und zusätzliche Optionen

Škoda Rapid Facelift: Es werde Licht

Ansehnlich, geräumig, bezahlbar: Wer einen pragmatischen Familen- oder Zweitwagen sucht, wird auch den Škoda Rapid auf dem Zettel haben. Und sich freuen, denn die Tschechen werten den Lückenfüller zwischen Fabia und Octavia jetzt auf.
Škoda
Retuschierte Front mit Xenon-Licht:
Facelift für den Škoda Rapid und Rapid Spaceback
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Bei Škoda geht es Schlag auf Schlag: Kodiaq und Octavia-Facelift stehen ab dem Wochenende bei den Händlern, das Citigo-Facelift ist präsentiert, und auf dem Genfer Salon feiert der überarbeitete Rapid wenige Tage später seine Premiere. Äußerlich zu erkennen gibt sich der Modelljahrgang 2018 an modifizierten Nebelscheinwerfern und (modellabhängig) einer Chromleiste, die diese optisch verbindet und das Auto so breiter wirken lässt.

In den Scheinwerfern leuchten nun Bi-Xenon-Einheiten, kündigt Škoda an - überraschend, weil diese Technik der LED-Systeme wegen eigentlich am Aussterben ist, noch nicht einmal im teureren Octavia zum Standard gehört und weil Škoda offenbar auch nicht auf jene energiereduzierte Ausführung setzt, die kraft Gesetz ohne Reinigungssystem auskommt und damit günstiger ist.

Merkwürdig erscheint auch: Beim Tagfahrlicht hält Škoda grundsätzlich an der Halogen-Technik fest, wo LEDs doch schon im kleinen Citigo Standard sind. Optional steht künftig aber auch eine LED-Variante zur Wahl, ausgeführt als homogener Strich mit zentralem Schwung.

Am Heck gibt es auch LED-Technik, aber nur für die Limousine und ausweislich der Fotos dort auch nur nur für das Rücklicht - Bremslicht und Blinker sind konventionell ausgeführt. Die hierzulande viel beliebtere Spaceback-Variante fährt künftig stets mit der ihr gut stehenden optisch verlängerten Heckscheibe vor, die es damit also auch im Basismodell gibt und die nicht mehr zwingend an das Panoramadach gebunden ist.

Für den Innenraum kündigt Škoda neue Dekoreinlagen in den Türen und im Armaturenbrett an. Dazu kommen schöner integrierte Luftauslässe, eine neu gezeichnete Bedieneinheit für die manuelle Klimaanlage, wertigere Türöffner, geringfügig modifizierte Instrumente und zwei USB-Anschlüsse im Fond. Einige dieser Neuerungen gibt es jedoch nicht im Basismodell "Active".

Die Optionsliste wurde erweitert um einen statischen Fernlichtassistenten, einen W-LAN-Hotspot und ONline-Dienste inklusive Notruffunktion. Die bereits vor einiger Zeit aufgefrischten Multimediasysteme (MIB II) bleiben im Übrigen unverändert und wahren so den Abstand zum Octavia.

Motorseitig ersetzt Škoda den 1,2 TSI (Vierzylinder) durch den neuen 1,0 TSI (Dreizylinder), verfügbar mit 95 und 110 PS. Der Verbrauchsvorteil liegt nach der Norm bei maximal 0,4 Litern. Der 1,4 TSI als laufruhige Spitzenmotorisierung mit 125 PS bleibt im Angebot, ebenso die Diesel mit 90 (1,4 TDI) und 115 PS (1,6 TDI).

Was der Rapid künftig kosten wird, ist noch nicht bekannt. Ein kleiner Aufschlag zu den jetzigen Preisen (15.590 bis 24.290 Euro) dürfte schon wegen der Xenon-Technik unumgänglich sein. Schätzen wir also: Bei 15.990 Euro geht es los.
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text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB