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Donnerstag, 19. Oktober 2017,
Linea-Nachfolger mit früherem Kompaktklasse-Namen

Fiat: Neue Limousine heißt Tipo

Die neue Kompaktlimousine von Fiat wird unter einem bekannten Namen in den Handel kommen. Die Marketing-Spezialisten haben aber nicht auf Bravo/Brava oder Marea zurückgegriffen, sondern auf deren Vorgänger: Tipo heißt das Auto – außer in seinem Heimatland.
Fiat: Neue Limousine heißt Tipo
Fiat
Aus Ægea wird Tipo:
Der Linea-Nachfolger trägt den Namen des Bravo-Vorgängers
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Fiat beendet das Rätselraten um den Namen der neuen Limousine, die das Unternehmen 2016 zurück in die Kleinwagen- bzw. Kompaktklasse führen soll: Der Viertürer wird als Tipo verkauft. Fiat-Fans kennen den Namen von jenem kantigen Fünftürer, der von 1988 bis 1995 gegen Golf & Co. antrat und ungefähr aussah wie ein Uno XXL.

Der Tipo mit seinem Stufenheck- und Kombi-Ableger Tempra war der Nachfolger des Ritmo und der Vorgänger von Bravo/Brava nebst Marea, die wiederum vom Stilo abgelöst wurden. Der künftige Tipo ist allerdings etwas unterhalb des Kompaktklasse-Standards positioniert, seine Mitbewerber sind weniger Astra, Focus, 308 & Co. als vielmehr Škoda Rapid, Seat Toledo und Dacia Logan MCV. So betrachtet, löst der Tipo II genaugenommen den Linea bzw. "New Linea" ab.

Der künftige Fiat Tipo ist ein vollständig neu entwickeltes, viertüriges Modell, das von Beginn an als Stufenhecklimousine geplant wurde. Fünftürer und Kombi dürften für Europa aber nachgereicht werden; ob dies auch als "Tipo" erfolgt, ist noch nicht bekannt, aber wahrscheinlich. Fiat verspricht ein optimales Preis-/Leistungsverhältnis und eine einfache Modellstruktur. Motorseitig stehen ausschließlich konventionelle Benziner und Diesel zwischen 95 und 120 PS zur Verfügung.

Während das Design in Italien ersonnen wurde, hat Fiat die Entwicklung zusammen mit dem türkischen Unternehmen und Joint-Venture-Partner Tofas (Türk Otomobil Fabrikasi Anonim Sirket) geschultert, wo der Tipo auch gebaut werden wird. In der Türkei wird Fiat denn auch an dem ursprünglichen Projektnamen Ægea festhalten: Er sei eine Hommage an das Land, hatte der Autobauer bereits erklärt, und man darf es wohl auch als Akronym für Ägäis, Europa und Asien verstehen.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 12.10.2015  —  # 11642
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB