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Samstag, 25. November 2017,
475 Euro Aufpreis für den identisch großen und ausgestatteten Viertürer

VW Up als Fünftürer: Die praktische Alternative

Volkswagen
Ab Mai 2012 auch
als Fünftürer: VW Up
Während VWs neuer Kleinstwagen Up auf den Straßen noch Seltenheitswert besitzt, fahren die Wolfsburger jetzt bereits die viertürige bzw. fünftürige Version ins Rampenlicht. Der Aufpreis ist okay.
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Wie der fünftürige VW Up aussehen wird, ist im Grundsatz schon seit der Dreitürer-Premiere auf der IAA im September kein Geheimnis - hatte VW dort doch bereits eine entsprechende Variante im Cross-Look ausgestellt.

Gerüchte, wonach die fünftürige Version etwas länger ausfallen wird, haben sich nicht bestätigt. Unabhängig von der Anzahl der Türen begnügt sich VWs Kleinster mit 3,54 Metern in der Länge. Front- und Heckpartie sind identisch. Während die untere Fensterlinie beim Zweitürer im hinteren Bereich ansteigt, bildet sie beim Viertürer eine gerade Linie - der einzige optische Unterschied.

Die hinteren Fenster lassen sich nicht versenken, sondern lediglich ausstellen. Diese Lösung spart einerseits Aufwand und damit Kosten, andererseits ermöglicht sie eine durchgängige Scheibe ohne abgeteiltes Dreiecksfenster, was der Designlinie gut tut. Schade, dass VW den schwarzen Punkt im Glas, hervorgerufen durch die Aufstellbefestigung, nicht unsichtbar lösen konnte bzw. wollte.

Die Platzverhältnisse im Innenraum und im Kofferraum (251-951 Liter) sind ebenfalls identisch zu denen des Dreitürers. Die hinteren Passagiere sitzen leicht erhöht und sollen so besser über die Schultern von Fahrer und Beifahrer sehen können. In der Realität eignet sich die Rücksitzbank aber im Wesentlichen nur für Kinder oder als Ablagefläche. Die zusätzlichen Türen erleichtern nicht nur den Zugang zum Fond, sondern bedingen auch kürzere Vordertüren, was sich nicht nur in engen Parklücken als praktisch erweisen dürfte.

Auch in Sachen Ausstattung und Motorisierungen verzichtet VW auf Differenzierungen zwischen beiden Karosserievarianten. Der Aufpreis für die hinteren Türen beträgt 475 Euro, das ist im Vergleich mit Polo (760 Euro) oder Golf (785 Euro) recht moderat. Der Basispreis des Up-Fünftürers liegt damit bei 10.325 Euro. Der Autobauer erwartet, dass sich über die Hälfte der Kunden für die neue Version entscheiden wird. Der Vorverkauf beginnt am 6. März, die Auslieferungen im Mai.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 23.01.2012  —  # 9889
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB