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Montag, 23. Oktober 2017,
Optisch differenzierter Avant mit bis zu 313 PS

Audi A6 allroad quattro: Das Topmodell ist zurück

Audi
Der neue
Audi A6 allroad quattro
Audi ergänzt die A6-Baureihe zum Frühjahr 2012 wieder um ein Allroad-Modell. Das Konzept bleibt gleich: Wer das bulligere Design des Avant-Topmodells mag, wird die rund 4.000 Euro Aufpreis in Kauf nehmen.
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Die Karosserie des Audi A6 allroad quattro liegt sechs Zentimeter höher als der Aufbau des normalen A6 Avant. Optisch gibt sich das besondere Modell vor allem an den Schweller-Aufsatzleisten, den schwarzen Radhausverbreiterungen und den vertikalen Lamellen auf dem Kühlergrill zu erkennen. Edelstahl-Abdeckungen schützen den Unterboden im Vorder- und Heckbereich, die Abgasanlage mündet in zwei große, abgeflachte Endrohre. Die Dachreling ist auf Doppelstegen montiert.

Die Kanten der Radhäuser, die Stoßfänger und die Schweller sind in Kontrastfarbe lackiert. Auf Wunsch liefert Audi beim neuen Modell aber auch eine Volllackierung in Verbindung mit dem optionalen Aluminiumoptik Exterieur. Der Farbton Javabraun ist dem Allroad vorbehalten.

Im Innenraum beschränken ich die optischen Differenzierungen auf einen Bodenteppich und eine Instrumententafel, die beide durchgängig schwarz gehalten sind, sowie auf die optionale Interieurfarbe Santosbraun. Die Aluminium-Einstiegsleisten tragen "allroad"-Schriftzüge. Das Bediensystem MMI ist um eine Funktion erweitert, die den Neigungswinkel des Autos darstellt.

Angetrieben wird der A6 allroad quattro ausschließlich von Sechszylinder-Triebwerken. Der einzig verfügbare Benziner ist der 3,0 TFSI, der, von einem mechanisch angetriebenen Kompressor unter Druck gesetzt, 310 PS leistet und 440 Nm Drehmoment stemmt. Er beschleunigt das Auto in 5,9 Sekunden auf Tempo 100, wird bei 250 km/h von der Elektronik abgeregelt und verbraucht - in der heilen Welt der Prüfstandsmessung - 8,9 Liter im Mittel.

Bei den Dieseln steht wie auch im Avant der 3,0 TDI in den Leistungsstufen 204, 245 und 313 PS zur Wahl, die Drehmomentwerte lauten 450, 580 und 650 Nm. Das schwächste Modell kommt mit 6,1 Litern Verbrauch über die Normrunde, das entspricht einem Allroad-Aufschlag von 0,3 Litern. Die 245-PS-Version wird etwas später auch in einer EU6-konformen "clean diesel"-Ausführung folgen. Das Biturbo-Topmodell mit seinen gewaltigen 650 Newtonmetern Drehmoment ist nochmals schneller als der Benziner: 5,6 Sekunden nach dem Start steht die Tachonadel auf 100 km/h.

Der stärkste TDI schickt seine Kräfte an eine Achtstufen-Wandlerautomatik, die drei anderen Motoren sind mit dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe "S tronic" gekoppelt.

Die "adaptive air suspension" - die Luftfederung samt geregelter Dämpfung - ist im Allroad Serie. Bei hohem Tempo senkt sie die Karosserie um 15 Millimeter ab, auf Knopfdruck hebt sie sie auf um 35 Millimeter an. Bei niedrigem Tempo kann der Fahrer zudem einen "lift"-Modus anwählen, der das Auto weitere zehn Millimeter anhebt. Der A6 allroad quattro rollt auf 18-Zoll-Rädern im Fünfarm-Design mit 235/55er-Reifen, im reichhaltigen Optionsprogramm stehen auch 19- und 20-Zöller zur Wahl.

Die Markteinführung ist für das Frühjahr vorgesehen. Wer sich den besonderen A6 gönnen will, muss dann mindestens 54.600 Euro nach Ingolstadt überweisen, entsprechend 4.150 Euro Aufpreis zum Grundmodell mit Allrad und S tronic oder gut 9.000 Euro zum handgeschalteten Fronttriebler. In der Realität dürften es mit ein paar Extras eher 75.000 Euro werden - der A6 allroad quattro ist tendenziell kein Auto für Privatleute.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 11.01.2012  —  # 9869
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB