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Donnerstag, 1. Oktober 2020,
Neue Targa-Generation mit hellem Targa-Bügel und elektrischem Dachteil

Porsche 911 Targa: Back to the roots

Porsche
Zurück zum halboffenen Dach:
Porsche 911 Targa
Scheibchenweise vervollständigt Porsche wie üblich die Elfer-Baureihe. In Detroit feiert jetzt der neue 911 Targa Premiere: ein Auto, das man getrost Klassiker nennen darf – und das sich doch immer wieder neu erfindet.
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Von Carrera über Turbo und S, 4 und GT3 bis Cabrio - und die entsprechenden Kombinationen: Die 911-Baureihe ist bei Porsche schon längst nicht mehr das meistverkaufte Modell, wohl aber das mit den meisten Varianten und natürlich der längsten Biografie. Nun rollt der 911 Targa in seiner jüngsten Auflage an.

Die geht konzeptionell wieder einen merklichen Schritt zurück in Richtung des Ur-Targa, den die Zuffenhausener 1965 auf der IAA präsentiert hatten. Wo in den drei letzten Generationen Targa nur noch für ein Panorama-Glasdach stand, ist der vordere Dachbereich jetzt wieder zu öffnen. Nahm man einst die Dachhälften manuell heraus, besorgt dies heute natürlich eine ausgefeilte elektrische Konstruktion; das Dachsystem verschwinde auf "spektakuläre Weise" hinter der Fondsitzanlage, erklärt Porsche - und weist damit auch Spekulationen zurück, die Neuauflage sei ein reiner Zweisitzer. Ebenfalls eine Reminiszenz an früher ist der wieder silbern statt schwarz ausgeführte Bügel anstelle der B-Säulen.

Insgesamt ist der neue Targa stark verwandt mit den Carrera-4-Cabrios; er wird ausschließlich mit Allradantrieb und entsprechend der breiten Heckausführung angeboten. Die kuppelartige Heckscheibe ohne C-Säule sorgt für einen eigenständigen Auftritt.

Im Heck blubbert wie üblich der Sechszylinder-Boxer. Im Targa leistet er 350 PS aus 3,4 Litern Hubraum, im Targa S lauern 400 Pferde aus 3,8 Litern. Wer es darauf anlegt, kann den halboffenen Elfer so in 4,8 bzw. 4,4 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und mit 282 respektive 296 km/h über die Autobahn brettern (alle Werte mit Direktschaltgetriebe PDK und optionalem Sport-Chrono-Paket), der Normverbrauch liegt zwischen 9,2 und 10,0 Litern, und eine EU6-Abgaseinstufung ist Ehrensache.

Die neuen Targa-Modelle kommen im Mai 2014 auf den Markt. Der 911 Targa kostet in Deutschland 109.338 Euro, der 911 Targa S 124.094 Euro. Der Preisabstand zu den Cabrios liegt bei nur rund 1.000 Euro: Ob ganz offen oder halboffen, bleibt Geschmackssache; wohl dem, der keine andere Sorgen hat als diese Entscheidung.
Leserbrief Autokiste folgen date  14.01.2014  —  # 10891
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB