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Montag, 23. Oktober 2017,
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ACE: Rückgang bei gleicher Zahl von Nebeltagen / Nebelwarner zeigen Wirkung

Zahl der schweren Nebelunfälle deutlich rückläufig

Zahl der schweren Nebelunfälle deutlich rückläufig
Weniger Unfälle trotz ADAC
hoher Gefährlichkeit: Fahren bei Nebel
Risiko, in einen der gefürchteten, weil oft folgenschweren Nebelunfälle verwickelt zu werden, nimmt ab. In den vergangenen 34 Jahren ist die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden wegen Sichtbehinderung durch Nebel um nahezu 80 Prozent zurückgegangen, berichtete der Auto Club Europa (ACE) am Donnerstag in Stuttgart. Verglichen mit der Entwicklung aller Unfälle mit Personenschaden ist der Rückgang der Nebelunfälle fünfmal so hoch. Die Zahl der Nebeltage hingegen blieb mit jährlich im Schnitt 23 Tagen unverändert. Dies geht aus einer ACE-Auswertung von Erhebungen des Statistischen Bundesamtes hervor.

Demnach wurden im Jahr 1975 insgesamt noch 2.250 Nebelunfälle mit Personenschaden von der Polizei aufgenommen. Von 1995 an sank die Zahl dieser Unfälle überproportional auf im Schnitt 518 Unfälle jährlich. In den vergangenen zehn Jahren kamen den Angaben zufolge bei Nebelunfällen 264 Menschen ums Leben, 7.853 wurden zum Teil schwer verletzt.

Einen Zusammenhang zwischen der Unfallhäufigkeit bei Nebel und der Zahl der Nebeltage besteht nicht. Nach Darstellung des Clubs ereigneten sich 2003 mit nur 19 Tagen Nebel mehr Unfälle (477) als beispielsweise zwei Jahre zuvor: 2001 passierten an 26 Nebeltagen 464 Unfälle mit Personenschaden. In den vergangen zehn Jahren geschahen an den Tagen mit Sichtbehinderungen durch Nebel zwischen 16 und 25 Unfälle mit Personenschaden.

Als Grund für den insgesamt positiven Trend bei Nebelunfällen sieht der ACE vor allem den vermehrten Einsatz moderner Nebelwarnsysteme, die elektronisch gesteuert Autofahrern vorschreiben, wegen Sichtbehinderungen das Tempo zu drosseln. Nebelwarner sind beispielsweise auf der A8 im Raum Ulm, der A9 auf Höhe Eching oder auf der A100 in Berlin installiert.

Nach einer für den ACE erstellten Studie des Deutschen Wetterdienstes treten die meisten Nebeltage von Oktober bis Dezember auf. Mit durchschnittlich vier Tagen Nebel liegen diese Monate deutlich über dem Jahresmittel. Im Zeitraum Januar bis März sinkt der Schnitt auf 2,5 Nebeltage. Autofahrer in Stuttgart müssen sich trotz der Kessellage am wenigsten vor Nebel fürchten. Dort ist die Sicht statistisch gesehen am geringsten durch Nebel eingeschränkt. Nicht nur geografisch, sondern auch auf der Hitliste der nebelreichsten Städte Deutschlands ganz oben ist Greifswald zu finden, gefolgt von Hamburg und Dresden.
Richtiges Verhalten bei Nebel ist einfach
Bei Nebel gilt grundsätzlich, ernsthaft und immer: Fuß vom Gas. Zu langsam gibt es nicht, auch nicht bei notfalls 25 km/h auf der Bundesstraße. Schalten Sie Licht und Nebelscheinwerfer ein, betätigen Sie regelmäßig die Scheibenwischer, um den schleichenden und deswegen oft (auch von Regensensoren) unbemerkten Nebelbeschlag zu entfernen. Befolgen Sie ggf. vorgeschriebene Tempolimits und halten Sie Abstand: Wer bei Nebel den Leuchten des Vordermanns folgt, hat gute "Chancen", diesem bei einem plötzlichen Hindernis aufzufahren. Und natürlich gilt: Überholen ist im Nebel schlicht tabu, und die Nebelschlussleuchte darf nur bei starkem Nebel und bis maximal 50 km/h verwendet werden.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 12.11.2009  —  # 8384
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
ACE
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