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Samstag, 25. November 2017,
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Kleinwagen wird schöner, sicherer, sparsamer und günstiger

Neuer VW Polo: Der Mini-Golf ist da (Teil 2, aktualisiert)

Neuer VW Polo: Der Mini-Golf ist da (Teil 2, aktualisiert)
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Der neue VW Polo
Volkswagen
[Teil 2] Fortschritte macht der Polo nicht nur in punkto Design, sondern auch beim Thema Sicherheit und den Motoren, die allesamt sparsamer werden. Bei den Dieseln gibt es neue 1,6-Liter-TDI mit Common-Rail-Technik. Ausstattungsbereinigt ist der Polo V sogar günstiger als das Vorgängermodell. Die längere Karosserie kommt voll den Insassen, vor allem hinten, zugute. Das Kofferraumvolumen kann daraus allerdings keinen Profit schlagen: Es beträgt 280 bis 952 Liter (bisher: 270-1.030). Neu ist ein doppelter Laderaumboden (ab der mittleren Ausstattungslinie), der in zwei Höhen fixiert werden kann und für eine durchgehend ebene Ladefläche sorgt.

Größeres Augenmerk als bisher galt dem Thema Sicherheit: Fünf Sterne im neuen EuroNCAP-Test sind erklärtes Ziel. Mittel zum Zweck sind eine höhere Strukturfestigkeit der Karosserie, eine optimierte Lenksäule, Gurtkraftbegrenzer und optimierte Kopfstützen vorne - und nicht zuletzt das ESP, das nun endlich motorunabhängig und europaweit serienmäßig wird.

Ein Blick auf die Motoren: Im ersten Jahr werden vier Benziner und drei Dieselvarianten zur Wahl stehen. Die Basis stellen die beiden bekannten, nur leicht optimierten Dreizylinder-Benziner mit 60 und 70 PS, gefolgt vom 1,4-Liter-Vierzylinder, der im Polo 85 PS leisten darf (Golf: 80 PS). Neu im Programm ist ein TSI-Motor mit nur noch 1,2 Litern Hubraum, der dank Turboaufladung auf 105 PS kommt. Dieselfreunde können vorläufig ausschließlich einen neuen 1,6 TDI mit Common-Rail-Technik ordern, der stets rußgefiltert ist. Als Leistungsstufen stehen 75, 90 und 105 PS zur Verfügung, wobei die mittlere auch als besonders sparsame BlueMotion-Version geordert werden kann, die mit 3,8 Litern Verbrauch auskommt. Details zeigt die Übersicht:

Die Ausstattungslinien heißen künftig analog zum Golf Trendline, Comfortline und Highline, wobei bereits das Grundmodell alle wesentlichen Dinge enthält. Trotzdem scheint zumindest das mittlere Niveau empfehlenswerter, sind hier doch u.a. auch 15- statt 14-Zoll-Räder, das Tagfahrlicht, eine bessere Oberflächenanmutung des Armaturenbretts, die Climatic, der doppelte Ladeboden, die teilbare Rücksitzbank und -lehne, mehr Ablagen und elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel serienmäßig. "Highline" bedeutet zusätzlich u.a. Aluräder, Mittelarmlehne vorne, Nebelscheinwerfer, Lederlenkrad und Chromschmuck am Kühlergrill.

Gar nichts zu kritisieren also? Nur Kleinigkeiten, jedenfalls vorerst: Ein Kühlwasserthermometer gibt es nicht mehr, und auch die besser erfassbaren Einzeldisplays für Kilometerstand und Uhrzeit entfallen. Die Sitzheizung ist nur noch zweistufig regelbar, und die idiotische und der Sicherheit abträgliche Angewohnheit, nur eine Rückfahrleuchte zu verbauen, gibt VW offensichtlich nicht mehr auf. Eine neue scheint das Farbenspiel der Displays zu sein: Warum das Klimadisplay blau beleuchtet wird, wo doch sonst alles auf weiß umgestellt ist, erscheint nicht nachvollziehbar.

Die Cupholder entfalten sich nicht mehr auf Radiohöhe filigran aus dem Armaturenbrett, sondern bestehen nur noch aus zwei Vertiefungen hinter dem Schalt-/Wählhebel. Die Kopfairbags sind nach wie vor aufpreispflichtig, was VW dadurch zu kaschieren versucht, dass die Seitenairbags nun "Kopf-Thorax-Airbags" heißen. Vom Entfall der seitlichen Schutzleisten mag das Design profitieren, nicht aber der Alltag in engen Parklücken.

Trotzdem scheint Volkswagen dem ersten Eindruck nach mit dem Polo V ein großer Wurf gelungen zu sein, der an die Vorstellung des Polo III erinnert, der gegenüber dem Vorgänger sogar einen vielleicht noch größeren Schritt gemacht hatte. Natürlich bleibt der Golf nach wie vor noch etwas komfortabler, größer, mutmaßlich sicherer, besser ausgestattet, imagestärker und mit kräftigeren Motoren kombinierbar, wie auch ein Passat besser ist als ein Golf. Der Abstand ist aber zweifellos gesunken - was für Polo-Interessenten die bessere Nachricht ist als für Golf-Fahrer.

Die Produktion startet Ende März, die Markteinführung ist für Juni vorgesehen. Weil das alte Modell trotz Erhöhung des geplanten Volumens wegen der Abwrackprämie so gut wie ausverkauft ist, kann bereits ab Donnerstag dieser Woche (5.3.) bestellt werden. Bisher liegt nur der Basispreis für das Basismodell vor: 12.150 Euro. Das sind 100 Euro mehr als bisher - und bedeutet ausstattungsbereinigt doch einen hohen Mehrwert: Rechnet man beim alten Modell vier Türen und ESP dazu, ist der Neue 1.150 Euro günstiger.

Nicht nur deswegen ist es keine Kunst, dem Mini-Golf einen hohen Zuspruch bei den Kunden vorauszusagen.

Nachtrag, 05.03.: Der genannte Preis bezieht sich auf den Dreitürer. In der Messe-Hektik wurde dies übersehen. Der Aufpreis zum Fünftürer beträgt ab 735 Euro (mit manuellen Fensterhebern hinten, bisher 830 mit elektrischen Fensterhebern). Damit ist der neue Polo ausstattungsbereinigt immer noch günstiger als der alte, aber nicht mehr so deutlich. Wir bitten, das Versehen zu entschuldigen. —Red.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 03.03.2009  —  # 7824
text Hanno S. Ritter
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