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Dienstag, 21. November 2017,
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Kleinwagen wird schöner, sicherer, sparsamer und günstiger

Neuer VW Polo: Der Mini-Golf ist da

Neuer VW Polo: Der Mini-Golf ist da
Bild anklicken für Großansicht Premiere in Genf:
Neuer VW Polo
Volkswagen
Mit dem neuen Polo zeigt Volkswagen auf dem Genfer Salon eine der wichtigsten Neuheiten des Jahres 2009. Die inzwischen fünfte Generation des Kleinwagens wird kaum größer, etwas sparsamer, signifikant sicherer, deutlich schöner – und ausstattungsbereinigt sogar etwas günstiger. Den Polo als Mini-Golf zu bezeichnen - dieses Wortspiel ist eine schöne Sache für die Journalisten, die eine griffige headline brauchen. Und man darf hinzufügen: Nie war es so wahr wie jetzt.

In den Außenmaßen wächst der Polo um 3,6 Zentimeter auf rund 3,95 Meter - das sind einige Fingerbreit weniger als die meisten neueren Konkurrenten, die um die Vier-Meter-Marke liegen - und gleichzeitig fast das Maß des Golf II. Die Breite wächst um 3,2 Zentimeter (Spurweite je plus 3,0 Zentimeter), was im Verbund mit der um 1,3 Zentimeter leicht reduzierten Höhe für bessere Proportionen sorgt.

Der Polo ist schon äußerlich dem Golf wie aus dem Gesicht geschnitten. Konkret: VW hat die neue Designlinie nach Scirocco und Golf / Golf Plus nun auch auf den Polo übertragen. Das Lätzchen, wie manch einer den V-förmigen Kühlergrill der letzten Jahre verspottet hat, weicht einem betont horizontalen Layout mit einem völlig geraden Kühlergrill zwischen den Scheinwerfern, die jetzt ohne einen "Tränensack" auskommen.

Im Vergleich zum Golf stehen die Leuchteinheiten etwas waagerechter, sind die Blinker darin nicht rund, sondern länglich ausgeführt und trägt der Kühlergrill nur eine einzige horizontale Strebe. Auch die Nebelleuchten sind länglich statt rund gehalten und umfassen nicht nur das Abbiegelicht, sondern auch das Tagfahrlicht (nicht im Basismodell). Zudem wirkt die Front etwas steiler, weil die Scheinwerfer praktisch bündig mit der Frontschürze abschließen und weil die mittleren Lichtkanten beim Polo etwas weicher ausgeführt sind.

Die Seitenlinie des Polo bietet keine Überraschungen. Das Fensterband ist stärker als bisher nach innen versetzt. Die Türen weisen im unteren Drittel eine große Sicke auf, die dem Auto zusammen mit den präsenteren Radhäusern optisch viel Kraft gibt. Es bleibt bei einem dritten Seitenfenster in der C-Säule, das aber stärker nach oben ausläuft als bisher, mithin frischer wirkt.

Ebenfalls schöner als bisher sind die Außenspiegel mit ihren auf den ersten Fotos kaum erkennbaren Blinkern. Ebenso schnörkellos präsentiert sich das Heck mit den im Gegensatz zum Golf einteiligen, im Grundlayout nahezu quadratischen, Rückleuchten, dem stärker ausgeprägten Dachkantenspoiler, der absolut geraden Scheibe und dem nicht mehr vorhandenen Heckklappen-Griff. Geöffnet wird diese künftig wie beim Golf durch Schwenken des VW-Logos.

Insgesamt ist VW - den ersten Bildern nach zu urteilen - hier ein guter Design-Wurf gelungen. Der Polo V setzt nicht auf bewusste Jugendlichkeit und Auffälligkeit wie etwa die wichtigsten deutschen Konkurrenten Ford Fiesta und Opel Corsa, sondern geht mit einem unauffälligeren, gleichwohl stilsicheren Outfit in die nächsten Jahre. Jene, die VW nicht mögen, werden das Auto wie üblich als "typisch deutsch" und langweilig apostrophieren, aber sie werden damit mehr daneben liegen als sonst. Der Polo wirkt zeitlos, selbstbewusst, unaufgeregt und richtig proportioniert.

Das Gleiche gilt auch für den Innenraum. VW-typisch präsentiert sich das Auto mit einem narrensicheren Layout in punkto Bedienelemente und Instrumentierung. Diese wird jetzt wie in den größeren Modellen weiß beleuchtet und enthält ein Display mit weißer Schrift, das hier erstmals auch den Tankinhalt digital anzeigt. Die neuen Dreispeichen-Lenkräder gefallen besser als die bisherigen Volants, und sie sind erstmals auch mit Multifunktionstasten (nur auf der linken Speiche) zu haben.

Die Mittelkonsole behält das Grundlayout bei. Sie kann mit den neuen Radio- und Navigationssystemen bis zum "RNS 310" mit Touchscreen ausgerüstet werden und überrascht mit einer neuen Klimabedieneinheit: Hatte VW in Golf und Passat CC die Zweizonen-Klimaautomatik erst kürzlich auf eine displayfreie und schlechter bedienbare Variante umgestellt, hat das Einzonen-Pendant im Polo plötzlich wieder ein Display, ähnlich der Climatronic im Golf IV. Neu im Angebot ist eine Mittelarmlehne mit Staufach, die Türtaschen können jetzt wie in Golf und Passat auch 1,5-Liter-Flaschen aufnehmen.

Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 03.03.2009  —  # 7824
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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