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Autoclub-Protest bei der EU zeigt Wirkung

Slowenien führt doch Kurzzeit-Vignette ein

Siehe Bildunterschrift
Grenzübergang: R. Siemieniec/Fotolia
Slowenien führt doch Kurzzeit-Vignette ein
Gute Nachrichten für Slowenien-Urlauber oder Transitreisende: Die bisher nur als teure Halbjahresversion erhältliche Autobahn-Vignette wird künftig doch auch als günstigere Kurzzeitvariante zu haben sein. Die Intervention von Autoclubs bei der EU hat es möglich gemacht. Wie der ACE Auto Club Europa am Donnerstag in Stuttgart berichtete, reagierte Sloweniens Regierungsschef Janez Jansa mit der jetzt angekündigten Umstellung des Vignettensystems auf eine Intervention der EU-Kommission gegen die erst Anfang Juli dieses Jahres eingeführte und 35 Euro teure Sechs-Monats-Vignette.

Zuvor hatten der Verbund Europäischer Autoclubs (EAC) und der dort nicht organisierte ADAC in Brüssel Protest gegen dieses Mautsystem erhoben. Der EAC sah im slowenischen Vorgehen einen Verstoß gegen das europäische Diskriminierungsverbot. So wie seinerzeit Österreich sollte auch Slowenien dazu gezwungen werden, gelegentlichen Nutzern der Autobahn ein günstigeres Angebot zu machen, als lediglich eine Halbjahresvignette anzubieten.

Kroatien ist eine der beliebtesten Ferienregionen. Daher waren auch viele Urlaubsreisende über die neue Maut in Slowenien verärgert. Besonders verteuert wurde die Urlaubsfahrt für alle, die über die Steiermark und Slowenien nach Kroatien gefahren sind. Statt bisher 1,20 Euro mussten sie gleich 35 Euro zahlen. Daher sind laut Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) viele Urlauber auf Alternativrouten - etwa über Ungarn - ausgewichen.

Laut ACE ist über die Höhe der neuen Mautgebühr in Slowenien noch keine Entscheidung gefallen.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 16.10.2008  —  # 7526
text Hanno S. Ritter
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