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13 Prozent weniger Verkehrstote / Zahlen und Tendenzen in der Übersicht

Unfallstatistik September 2007: Deutlich besser

Siehe Bildunterschrift
13 Prozent FF Gersthofen/Winkler
weniger Verkehrstote im September 2007
Insgesamt gute Tendenzen verzeichnet die Unfallstatistik für den September: Trotz steigender Unfallzahlen gab es deutlich weniger Verletzte und Getötete. Unter dem Strich bleibt es für das Rumpfjahr aber noch bei roten Zahlen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, kamen im September 442 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben. Das waren 13 Prozent weniger als im September des Vorjahres. Die Zahl der Verletzten sank um 8,1 Prozent auf 38.800 Personen.

Trotz niedrigerer Verunglücktenzahlen stieg die Zahl der Unfälle im September 2007 gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent auf rund 192.600 an. Darunter waren 162.200 Unfälle mit ausschließlichem Sachschaden (+ 6,8%) und weitere 30.400 Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen (– 9,2%).

Nach den ersten drei Quartalen des Jahres steht unter dem Strich noch immer ein Zuwachs bei den Getöteten; dank des guten September-Ergebnisses sank der Rückstand jedoch von gut vier Prozent im Vormonat auf nunmehr 1,9 Prozent. Insgesamt kamen 3.853 Menschen um ihr Leben. Die Zahl der Verletzten ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum stärker - um 5,7 Prozent auf rund 330.900 - gestiegen. Insgesamt registrierte die Polizei von Januar bis September 2007 in Deutschland 1,69 Millionen Straßenverkehrsunfälle (+ 3,0%). Dabei war eine stärkere Zunahme bei den Unfällen mit Personenschaden (+ 5,9% auf 258.200) als bei den reinen Sachschaden-Crashs (+ 2,5% auf 1,43 Millionen) zu verzeichnen.

Bezogen auf die Bundesländer und die ersten drei Quartale melden wie im Vormonat fünf von 16 Ländern einen Zuwachs und ein weiteres Gleichstand. In absoluten Zahlen steht Bayern mit 81 mehr Toten nach wie vor an der Spitze, prozentual ist es in Bremen und im Saarland noch schlechter gelaufen. Mecklenburg-Vorpommern kann mit 18 Prozent Rückgang die besten Zahlen verbuchen, gefolgt von Hamburg, Thüringen und Sachsen.

Zu beachten ist, dass es sich um vorläufige Zahlen handelt, die auf den von den Polizeibehörden tatsächlich gemeldeten Fällen und einer statistisch hochgerechneten Zahl an Nachmeldungen und Nachstreichungen basiert, so dass die oben genannten Zahlen nicht mit den etwa im Vorjahr für den gleichen Monat gemeldeten Werten vergleichbar sind; auch die errechnete Tendenz kann abweichen, da diese bei den Vorjahreszahlen die endgültige Höhe berücksichtigt. Nachträgliche Korrekturen nach unten gibt es ebenfalls, etwa weil sich herausstellt, dass der Unfall nicht auf einer öffentlichen Straße passierte oder der Beteiligte beispielsweise durch einen Herzinfarkt bereits kurz vor dem Crash gestorben war.

Die Statistik erfasst all jene Opfer, die bei Unfällen auf Deutschlands öffentlichen Straßen verunglückt sind, unabhängig von ihrer Nationalität. Deutsche Staatsbürger, die im Ausland ums Leben kamen, werden nicht erfasst. Verletzte, die innerhalb von dreißig Tagen nach dem Unfall sterben, werden als Verkehrstote registriert, nicht jedoch Suizid-Fälle.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 21.11.2007  —  # 6700
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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