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Samstag, 16. Dezember 2017,
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Zwitter-Technik zu teuer und zu schlecht in punkto CO2-Reduktion

McKinsey: Hybridantrieb keine gute Alternative

Ob Hybridantriebe sinnvoll sind oder nicht, ist umstritten, auch wenn sie bald bei deutlich mehr Herstellern Einzug halten werden. Zu den Kritikern gehört die Unternehmensberatung McKinsey. Nach deren Berechnungen ist die Technik nicht nur zu teuer, sondern auch zu wenig wirkungsvoll in punkto CO2-Reduzierung. McKinsey-Deutschland-Chef Frank Mattern sagte den "VDI nachrichten": "Hybrid ist eine teure, wenn nicht eine der teuersten Vermeidungstechniken überhaupt. Bei einer Einführung in allen Fahrzeugklassen gehen wir von einem Preis von bis 5.000 Euro pro Tonne vermiedenes CO2 aus."

Zudem ließen sich damit gerade einmal drei Megatonnen CO2 verhindern, so Mattern. 2004 wurden laut McKinsey 1.025 Megatonnen ausgestoßen. "Übertriebene Erwartungen an diese Technologie sind also fehl am Platz", so das Resümee.

Erheblich größere Effekte seien zu erreichen durch die Verbesserung der Verbrennung in Diesel- und Otto-Motoren. "Das Gros der möglichen CO2-Vermeidung sehen wir in der Optimierung der klassischen Benzin- und Dieselmotoren von Personenwagen - sie sorgt allein für etwa acht Megatonnen Treibhausgase weniger. Ein Großteil dieser Maßnahmen, wie die Reduzierung der innermotorischen Reibung oder das Thermomanagement, ist sogar wirtschaftlich."
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 15.11.2007  —  # 6682
text Hanno S. Ritter
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