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Dienstag, 12. Dezember 2017,
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Rothenpieler steigt zum Konzern-Qualitätschef auf

VW: Mehr Fokus auf Qualität und Werterhalt

Siehe Bildunterschrift
Volkswagen
Rothenpieler
Hans-Joachim Rothenpieler (49) wird mit Wirkung zum 1. Mai 2007 Leiter der Qualitätssicherung des VW-Konzerns. In dieser Position wird er an den neuen Konzernchef Martin Winterkorn berichten, der unterdessen offenbar weitere Änderungen an künftigen Modellen betreibt und die alte Premium-Strategie neu belebt. Rothenpieler trete die Nachfolge von Falko Schling an, der in den Ruhestand wechselt, teilte der Autobauer am Montag (26.2.) mit.

Seit 1986 war Rothenpieler in verschiedenen Positionen der Fahrzeug- und Aggregate-Entwicklung für den Konzern tätig, bevor er 1995 die Leitung der Pkw-Gesamtfahrzeug-Entwicklung für die Marke Škoda übernahm. Im Jahr 2000 wurde der Ingenieur zum Vorstand Technische Entwicklung bei Bentley berufen. Im Anschluss übernahm er 2003 die Leitung der Pkw-Gesamtfahrzeug-Entwicklung für Volkswagen. Derzeit leitet Rothenpieler die Qualitätssicherung der Marke Volkswagen-Pkw. Er wird diese Aufgabe in Personalunion fortführen.

Martin Winterkorn hat bei einem Führungskräfte-Treffen im Stammwerk Wolfsburg unterdessen sein neues Management-Team offenbar auf das gemeinsame Ziel einer "umfassenden Qualitätsführerschaft" eingeschworen. "VW soll von der äußerlichen Anmutung der Fahrzeuge über die Haptik ihres Innenraums bis hin zum Werterhalt bei Gebrauchtwagen die Konkurrenten künftig abhängen", zitiert die Zeitung "Automobilwoche" einen Teilnehmer. Als Maßstab gelte Toyota.

Wie das Blatt weiter berichtet, hat Winterkorn in Abstimmung mit Ulrich Hackenberg, seit Monatsbeginn Entwicklungsvorstand der Marke VW, entschieden, die Fenster- und Türdichtungen des für 2008 geplanten Golf-Nachfolgers zu modifizieren. "Die bisher geplanten Ausführungen empfand Winterkorn als zu wulstig und wenig präzise", heißt es unter Berufung auf einen "Insider". Jetzt werde eine schmalere Lösung kreiert, die viel gefälliger aussehe, das Unternehmen aber dennoch keinen Cent mehr koste.

Bei der ebenfalls im kommenden Jahr startenden Neuauflage des Polo will Winterkorn der Meldung zufolge überdies im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten vor allem die Schalttafel noch einmal überarbeiten lassen.

Hintergrund der Maßnahmen ist Winterkorns Strategie, über verbesserte Anmutungs- und Langzeitqualität auch den Wiederverkaufswert von VW-Modellen zu steigern. "Wenn wir die Kunden davon überzeugen", sagt ein Manager, "wird VW trotz zunehmenden Wettbewerbsdrucks auch künftig ein Preis-Premium am Markt durchsetzen können."
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 26.02.2007  —  # 6051
text Hanno S. Ritter
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