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Einbindung von dreidimensionalen Karten und Echtzeit-Daten

VW und Google forschen an künftigen Navigationssystemen

Siehe Bildunterschrift
Bild anklicken für Großansicht Google bald im Auto?
VW-Navi-Prototyp
Volkswagen
Aus der einstigen Suchmaschine Google ist nicht nur der absolute Marktführer geworden, sondern ein Unternehmen, das inzwischen von eMail-Diensten bis zu Preisvergleichen zahllose Services im Internet anbietet. Möglicherweise wird das Google-Logo in Zukunft auch auf dem Navi-Bildschirm im Auto erscheinen.
Volkswagen berichtet heute über ein bereits im Oktober 2005 begonnenes Entwicklungsprojekt in Zusammenarbeit mit Google und dem Grafikchip-Hersteller nVidia im kalifornischen VW-Forschungslabor Palo Alto.

Die Partner arbeiten an einer zukünftigen Generation von Navigationssystemen, die u.a. auf Basis von Daten aus "Google Earth" eine dreidimensionale Darstellung der Routendaten ermöglichen. Außerdem sollen Online-Daten im Navigationssystem verwendet werden, die dem Fahrer in Echtzeit wichtige Informationen, beispielsweise über Verkehrs- und Wetterlage, bereitstellen sollen.

Zentrales Element des auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas im Januar 2006 gezeigten Prototyps ist ein Touch-Screen-Interface mit einer Schnittstelle zu Google Earth. Die dreidimensionale, fotorealistische Darstellung der Umgebung soll eine einfachere und intuitive Orientierung von Fahrer und Beifahrer ermöglichen, ist aber nur ein Teil der Zukunftsvision.

Über eine Online-Verbindung ins Internet können wichtige Echtzeitdaten in das System integriert werden, etwa Verkehrs- und Wetterdaten, aber auch weitere Informationen für die Reiseplanung wie Tankstellen, deren Öffnungszeiten und auch die aktuellen Kraftstoffpreise. Über eine weitere Online-Verknüpfung, die mit einer Suchfunktionalität gekoppelt ist, können Fahrer und Beifahrer zielgerichtet mit Informationen zu Besonderheiten an Reiseroute und Ziel versorgt werden - denkbar sind aktuelle Onlinedaten beispielsweise von Hotels, Restaurants, Kinos und Theater, zum Beispiel wiederum kombiniert mit Preisen oder Belegungsdaten.

Über einen möglichen Serieneinsatz sei noch nicht entschieden, so Volkswagen. Denkbar ist er allerdings zweifelsohne. Wenn Google eines Tages dann möglicherweise nicht nur unsere Surfgewohnheiten und Mails potentiell kennt, sondern auch noch unsere Routen im Auto, wird es sicher auch eine neue Diskussion um den Datenschutz geben.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 13.03.2006  —  # 5133
text Hanno S. Ritter
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