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Mittwoch, 18. Oktober 2017,
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Mairdumont bringt "General Karten" als Atlas auf den Markt

Autoatlas: Erstmals gesamter deutschsprachiger Raum im Großmaßstab

Siehe Bildunterschrift
Neu: Mairdumont
"General Atlas" - D, A, CH und Ober-
italien in 1:200.000
Wenn es so etwas wie ein Standard-Kartenwerk für Autofahrer gibt, dann ist es die General-Karte von Mairs. Jetzt kommt das Material erstmals auch als Atlas auf den Markt. Autokiste hat darin geblättert.
Unter dem folgerichtigen Namen "Der große General Atlas" ist das Buch in diesem Monat erschienen. Parallele zu den Karten und gleichzeitig Novum und Besonderheit ist, dass der gesamte deutschsprachige Raum im einheitlichen Maßstab von 1:200.000 dargestellt wird. Möglich wurde dies durch ein etwas größeres Format als gewohnt und den Verzicht auf Hotel- und Restaurantanzeigen.

Von der dänischen Grenze über Deutschland, Österreich und die Schweiz bis nach Südtirol und Oberitalien, etwa Mailand und Venedig, erhalten Autofahrer so sehr detailreiches Kartenmaterial (1 cm Karte entspricht 2 Kilometer), wie man es in dieser Form und Ausdehnung bisher von Autoatlanten nicht kannte. Verzeichnet sind selbst kleinste Straßen, winzige Orte, einzeln stehende Hotels und Berghütten. Daneben sind landschaftlich schöne Strecken, Aussichtspunkte, Bergbahnen und wichtige Wanderwege ausgewiesen. Wie üblich gibt es auch wieder diverse Zufahrtskarten für Großstädte bzw. Ballungszentren und Stadtpläne.

Das übrige Europa bildet der General-Atlas im Maßstab 1:800.000 ab - hier gibt es jedenfalls für einige Nachbarländer bessere Lösungen auf dem Markt, etwa in 1:600.000. Die Stadtpläne sind als 1:15.000 oder 1:20.000 umgesetzt - auch insoweit würde man sich bisweilen eher 1:10.000 wünschen.

Auf den ersten Blick entspricht der neue General-Atlas, der wie die meisten Werke der Branche dämlicherweise schon jetzt als Ausgabe "2006/07" vermarktet wird (das Datum bezeichnet offiziell nicht den Erscheinungstermin, sondern das "Mindest-Haltbarkeitsdatum" des Kartenmaterials), dem bekannten Shell-Atlas. Die Unterschiede liegen aber nicht nur im besseren Maßstab, dem Verzicht auf Anzeigen und CD-ROM, sondern auch in einem etwas kleineren Serviceteil und weniger Stadtplänen von europäischen Metropolen. Die jeweiligen Karten-Maßstäbe sind leider nicht auf jeder Seite angegeben.

Die Gesamtaufmachung mit dem Farbenleitsystem, einem umfangreichen, hier auch farblich abgesetzten Ortsregister für ganz Europa und der praktischen Autobahn-Übersichtskarte im hinteren Buchrücken, die hier allerdings ebenfalls mehrere Länder abdeckt und deswegen für Deutschland nicht mehr ganz so übersichtlich ist, entsprechen ebenfalls dem früheren Shell-Atlas.

Der neue General-Atlas, 1.100 Seiten stark und fast drei Kilo schwer, ist jetzt im Handel erhältlich. Der Preis beträgt im Einführungsjahr nur 25 Euro - sogar etwas weniger als der weiterhin erscheinende Shell-Atlas, der jetzt aber nicht mehr von MairDumont ("Falk", "Baedecker", "Marco Polo" etc.) stammt, sondern als Gemeinschaftsprodukt von Shell und ADAC herausgegeben wird.

"Während es auf dem Gebiet der elektronischen Navigation viele Neuentwicklungen gab, blieben Innovationen auf dem Markt der Autoatlanten lange Zeit aus, und der Markt stagnierte", so MairDumont-Chef Dr. Volkmar Mair bei der Vorstellung. Jetzt wolle das Unternehmen - Mairs hatte Anfang des Jahres den Dumont-Verlag übernommen - im Bereich der Autoatlanten zum Marktführer werden. Potential dafür ist fraglos vorhanden, das letzte Quäntchen Perfektion fehlt uns noch.

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Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 27.07.2005  —  # 4449
text Hanno S. Ritter
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