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Dienstag, 24. Oktober 2017,
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Unter vier Liter Verbrauch bei besseren Fahrleistungen

Opel: Astra-Studie mit Diesel-Hybrid-Antrieb

Siehe Bildunterschrift
Studie: Astra GTC Opel
als Diesel-Hybrid
Bei Erdgas-Autos ist Opel mit einem aktuellen Marktanteil um die 80 Prozent führend in Deutschland - und manches spricht dafür, dass die Rüsselsheimer dies auch bei Hybrid-Modellen werden wiederholen können. Zusammen mit DaimlerChrysler forscht die amerikanische Mutter an diesem möglichen Antrieb der Zukunft (Autokiste berichtete). Auf der Automesse in Detroit hat Opel heute einen ersten Vorgeschmack auf ein mögliches Serienmodell gegeben.

Die Studie, im ITZ in Rüsselsheim entwickelt, basiert auf dem neuen, dreitürigen Astra GTC mit dem aufpreispflichtigen Panorama-Dach. Der Autobauer setzt vernünftigerweise auf einen Diesel als Hauptantriebsquelle, konkret auf den 1,7 Liter-CDTI, hier in einer neuen 125 PS-Version mit Rußfilter.

Ergänzt und gekoppelt mit dem Selbstzünder werden zwei Elektromotoren mit einer Leistung von 30 und 40 Kilowatt. Je nach Fahrzustand kommen letztere zusätzlich oder alternativ zum Einsatz, was vom Motorsteuerungsmodul geregelt und vom Hybridgetriebe umgesetzt wird. Die Boost-Funktion der Elektromotoren soll auch die Fahrleistungen beflügeln: Unter acht Sekunden auf Tempo 100 strebt Opel an.

Gleichzeitig soll der Verbrauch im Mittel bei unter vier Litern liegen, entsprechend rund 25 Prozent Ersparnis. Dazu trägt auch eine Start-Stopp-Automatik bei: Beim Ampelstopp wird der Dieselmotor abgeschaltet, das Anfahren erfolgt elektrisch. Beim Bremsen wird Strom zurückgewonnen und in die Batterie eingespeist. Auch im Schiebetrieb funktionieren die E-Motoren wie Dynamos und erzeugen Strom. Integriert sind die Elektromotoren in einem stufenlosen Getriebe, das nicht größer baut als herkömmliche Wandlerautomaten.

Die komplette Technik findet dabei im Fahrzeug Platz, ohne den Raum der Passagiere einzuengen. So passt etwa die in Kooperation mit Varta entwickelte Nickel-Metall-Hydrid-Batterie samt integrierter Stablüfter in die Ersatzradmulde. Gewicht: 35 Kilogramm.

Weitere Änderungen zum Serienmodell sind nur Details: Im Innenraum wird der Drehzahlmesser durch ein neues Kombiinstrument ersetzt, das den Fahrer über die aktuelle Betriebsart - Antrieb durch Elektromotor, Dieselmotor oder beide Aggregate - informiert. Ein zweites Display zeigt den Ladezustand der Batterie, auf jenem über der Mittelkonsole läuft gleichzeitig eine Videoanimation der Fahrzustände.

Über Serienchancen mag man bei Opel noch nicht sprechen, jedenfalls nicht in Bezug auf die nahe Zukunft.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 10.01.2005  —  # 3870
text Hanno S. Ritter
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