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Montag, 23. Oktober 2017,
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Messe-Hingucker mit abgesenkter Dachpartie und modifiziertem Design

Detroit: VW zeigt die Studie New Beetle Ragster

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Detroit: Beetle Ragster
Volkswagen
Mehr als 800.000 Menschen haben einen - einen Beetle, genauer einen New Beetle. Die Mehrheit davon lebt in den USA, wo der Golf-Ableger immer viel besser ankam als hierzulande, jedenfalls was die Zahl der Kaufverträge betrifft. Ob man das Auto mag oder nicht, eines ist ein Beetle in jedem Fall - cool.

Doch es geht noch cooler: Auf der Detroiter Automesse hat Volkswagen am Sonntag nachmittag Ortszeit die Tücher vom schärfsten Beetle aller Zeiten gezogen, dem Beetle Ragster. Das Wortungetüm ist eine Zusammensetzung aus Speedster und Ragtop, einem großen Faltschiebedach. Nun, ein echter Speedster ist nicht entstanden, aber ein Hingucker par excellence allemal.

Basis des ganzen ist das Beetle Cabriolet mit seiner von Haus aus verstärkten Karosseriestruktur. Die Entwickler haben die A-Säulen um deutliche neun Zentimeter abgeschnitten und als Rahmen für das Ragtop einen fest angelenkten, U-förmigen Dachbügel konzipiert. Doch die insgesamt um 15 Zentimeter abgesenkte Dachpartie, die zweifellos das wichtigste Merkmal des Autos ist, ist nicht die einzige Veränderung zur Serie: Neu gezeichnet wurden auch die Kotflügel, die Stoßfänger sowie Außenspiegel, Scheinwerfer und Rückleuchten. Das ganze steht auf mächtigen 19 Zoll-Rädern, deren kaum noch erkennbare Gummilippe durch einen roten Zierstreifen hervorgehoben wird. Darunter gibt es große Bremsen von Brembo mit gelochten Scheiben und entsprechender Aufschrift.

Ein Blick ins Interieur: Grundsätzlich folgt der Ragster dem Serienvorbild, aufgewertet durch "Renn-Klapp-Schalensitze", einen auf der Mittelkonsole stehenden Innenspiegel sowie Kosmetik an Mitteltunnel und Schaltknauf. Das Lenkrad ist unten abgeflacht à la Golf GTI und verfügt über zwei Knöpfe zum Anlassen (rechts) und zum Bedienen des Faltdachs (links).

Der Ragster ist als Viersitzer konzipiert, aber das ist natürlich mehr Theorie als Praxis. Wer die beiden hinteren Sitze umklappt, erhält das, was man in Tunerkreisen gerne als "clean" bezeichnet: Groß, glattflächig, in Wagenfarbe lackiert und ohne störenden Firlefanz - ein Hauch von PickUp-Feeling. Die Amis werden es lieben.

Motorseitig ist sowohl ein leistungsstarker Benziner als auch ein TDI denkbar. Genaue Gedanken hat man sich dazu bei VW bisher nicht gemacht - wie auch über die Zukunft der gesamten Studie nach Ende der Messe nicht entschieden ist. "Alles ist denkbar", heißt es dazu vielsagend aus Wolfsburg. Immerhin: Der "Concept 1", der später zum New Beetle wurde, durfte ebenfalls in Detroit erstmals ins Rampenlicht krabbeln. Eine Kleinserie sollte doch machbar sein?
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 09.01.2005  —  # 3867
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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