Das unabhängige Portal rund um Automobil & Verkehr
Montag, 23. Oktober 2017,
Schrift: kleiner | größer
Lesezeit: ~ 2 Minuten
Kein Sitz durchgefallen / Mit Detailwertungen

ADAC-Kindersitz-Test: 13 von 17 Modellen sind okay

Siehe Bildunterschrift
Kein Modell ADAC
mangelhaft: ADAC-Kindersitz-Test 2004
Dass Kinder im Auto ohne Einschränkung nur auf passenden Kindersitzen befördert werden sollen und dürfen, ist eine Binsenweisheit. Doch in der Vergangenheit konnte dabei oft nur das Gesetz, nicht aber der wirkliche Sinn der Maßnahme erfüllt werden - manch ein Sitzmodell erwies sich in diversen Tests als unzureichend, genauer gesagt als mangelhaft.

Doch die Branche ist ganz offensichtlich lernfähig - und wenn auch nur genau dieser Tests wegen. In einer aktuellen Untersuchung des ADAC mit 17 neuen Produkten vergaben die Prüfer jetzt immerhin sieben Mal die Note "gut", sechs Mal "befriedigend" und vier Mal "ausreichend". Durchgefallen ist kein Modell.

Den besten Gesamteindruck hinterließen den Testern zufolge der Römer King TS (9 bis 18 Kilogramm) sowie der Concord Lift evo und Maxi Cosi Rodi XP in der Klasse 15 bis 36 kg. Ebenfalls "gut" waren die Babyschalen Bébé Confort Creatis, Maxi Cosi Cabrio, Römer Baby Safe plus (mit 5-Punkt-Gurt) und der im Vergleich zu den anderen günstigere Kiddy protect. Nachholbedarf vor allem in Bedienung und teilweise auch in Sicherheit haben noch die Sitze Wavo Fix Typ II (bis 18 kg), Wavo Kind II (9-18), Kidsimsitz Intro (9-36) und Graco Junior Plus (15-36), die allesamt "ausreichend" bewertetet wurden.

Getestet wurde unter anderem die Sicherheit der Sitze bei Frontal- und Seitencrash sowie der Gurtverlauf, Größenanpassung, Standfestigkeit und Kopfabstützung. Bei der Bedienungsüberprüfung wurde neben dem Einbau auch das An- und Abschnallen beurteilt. Weitere Testkriterien waren Komfortmerkmale wie Beinauflage und Polsterung sowie die Verarbeitung und Reinigungsmöglichkeiten.

In jedem Fall gilt, dass Eltern sich vor der Anschaffung eines Sitzes genau erkundigen sollten und unbedingt eine Testmontage im konkreten Auto und auch eine Sitzprobe mit dem Kind vornehmen sollten. Gebrauchte Sitze kommen nur in Frage, wenn ihr unfallfreies Vorleben zweifelsfrei feststeht. Einbau- und Bedienungsanleitung sind unbedingt und im Detail zu befolgen. Auch wenn der Sitz nicht benutzt wird, gehört er angeschnallt oder in den Kofferraum, damit er im Falle eines Falles nicht zum Geschoss und damit zur Gefahr für andere Passagiere wird. Wer rückwärtsgerichtete Sitze auf dem Beifahrerplatz verwendet, muss unbedingt den Airbag deaktivieren (lassen).
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 31.05.2004  —  # 3193
text Hanno S. Ritter
Verwandte Themen bei Autokiste
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
Sie befinden sich im Archiv. Meldungen und enthaltene Links können veraltet sein. Bitte beachten Sie das obenstehende Veröffentlichungsdatum dieser Nachricht. Aktuelle Auto-News finden Sie hier.