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Mittwoch, 18. Oktober 2017,
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Kleinwagen mit 3+1-Sitzkonzept und gelungenem Design

Fiat Trepiùno - die Neuauflage des Fiat 500 steht in Genf

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Fiat Trepiùno
Fiat
Die Kernkompetenz von Fiat, daran kann es keinen Zweifel geben, lag und liegt noch immer im Bau von pfiffigen, bezahlbaren Kleinwagen. Die erste Generation des Fiat Panda ist ein gutes Beispiel dafür, aber auch der erste Uno und die kürzlich vorgestellte neue Panda-Baureihe zeigen das KnowHow der Italiener in diesem Bereich. Noch pfiffiger aber ist der Fiat 500 aus den 1950er Jahren, der getrost zu den wichtigen Meilensteinen der Automobil-Geschichte zählen darf.

Der Erfolg des 500er gründete dabei nicht nur auf seinem günstigen Preis und der technischen Anspruchslosigkeit, sondern auch auf seinem Platzangebot und nicht zuletzt auf dem Design. Während heutzutage gerade die italienische Kundschaft den Smart Fortwo als Nachfolger erkoren hat - kaum irgendwo gibt es eine so hohe Smart-Dichte wie etwa in Rom -, besinnt sich Fiat nun auf die Tradition: Auf dem Genfer Salon zeigen die Turiner ein Konzeptauto namens "Trepiùno", das auf der Panda II-Plattform aufbaut, aber auf 3,30 Meter Länge verkürzt wurde. Das ist natürlich noch deutlich mehr als ein 2,50 Meter langer Smart, doch dafür bietet der Trepiùno auch Platz für bis zu vier Personen, genauer gesagt für drei plus eine - und das erklärt dann auch den Namen.

3+1, das bedeutet konkret, dass bis zu drei Erwachsene und ein Kind auf einem Notsitz Platz finden. Möglich wird dies durch sehr dünne Vordersitze - der Panda lässt grüßen - einerseits, und durch einen intelligenten Umbaumechanismus andererseits: Der Beifahrersitz kann weiter nach vorn geschoben werden, weil die Armaturenblende sich zurückzieht und der Fußraum für die hinteren Mitfahrer sich damit noch vergrößert. Wird die geteilte Rückenlehne nach vorn geklappt, vergrößert sich der Stauraum. Die Lehnen können auch nach oben geklappt werden, um den so vergrößerten Kofferraum vor unerwünschten Blicken zu schützen. Zwei Plätze, drei Plätze, drei Plätze plus ein Notsitz - der Trepiùno passt sich an die Bedürfnisse an, und nicht umgekehrt.

Optisch darf die Studie durchaus als gelungen gelten, oder positiver formuliert: Der Kleine ist süß - und das, obwohl Fiat hier auf manches Merkmal verzichtet, das andere Autofirmen als unverzichtbar zu verkaufen suchen. Der allererste Trepiùno ist also nicht silbern oder schwarz lackiert, sondern weiß, und er steht auf recht kleinen Rädern, aber mit langem Radstand und ordentlicher Spurbreite. Einen Kühlergrill im klassischen Sinne gibt es nicht, dafür aber zwei "Hilfsleuchten" neben den Scheinwerfern, und ein vergleichsweise kurz wirkendes Dach. Als Fortsetzung der Windschutzscheibe sorgt das SkyDome" genannte Glasdach für einen hellen Fahrzeughimmel und hebt die Säulenbögen hervor.

Das Interieur präsentiert sich bewusst schlicht: Hinter dem Lenkrad sitzt ein großer analoger Tachometer, dazu gibt es im oberen Bereich zwei Staufächer, und die Mittelkonsole ist mit Knöpfen ausgestattet, die man nur leicht mit dem Finger zu berühren braucht - ein Lichtsignal zeigt dann an, dass das System die Anweisung verstanden hat. Auf der Mittelkonsole befindet sich auch ein LCD-Display, dessen Anzeige ebenfalls über solche Knöpfe gesteuert werden kann.

Eine Serienproduktion des Trepiùno scheint nicht ausgeschlossen, auch wenn Fiat das so konkret noch nicht bestätigen mag. Falls er kommt und falls der Preis stimmt, wird Smart sich warm anziehen müssen. Falls nicht, wäre es jammerschade.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 16.02.2004  —  # 2834
text Hanno S. Ritter
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