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Dienstag, 24. Oktober 2017,
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Allradantrieb und offene Ladefläche / Versenkbare Glastrennscheibe zum Laderaum

Pick-up à la française: Renault-Studie Trafic Deck\'up

Siehe Bildunterschrift
Bild anklicken für Großansicht Studie mit Appeal:
Renault Trafic Deck'Up
Renault Nissan
Renault hat wieder einmal eine interessante Studie gebastelt. Auf Basis des Transporter-Modells Trafic haben die Ingenieure und Designer ein kompaktes Reisemobil geschaffen, oder auch einen maßgeschneiderten Pick-Up für Fotografen, oder ein praktisches Gefährt für Forstarbeiter: Der Trafic Deck'up lässt sich nicht so einfach zuordnen.

Die Fahrzeugfront des Trafic Deck'up stammt mit ihren Klarglasscheinwerfern und Stoßfängern vom Serienmodell. Die Karosserie dagegen wurde um 21 Millimeter verbreitert; entgegengesetzt allerdings ist das Wachstum in Länge und Radstand. 180 bzw. 80 Millimeter weniger sorgen für eine auffallende Optik und eine bessere Wendigkeit. Mit permanentem Allradantrieb und höhergesetzter Karosserie bietet sich das eigenwillige Gefährt auch für Strecken abseits befestigter Straßen an. Der offene Heckbereich orientiert sich an dem Renault Concept Car Kangoo Break'up, bei dem zugunsten einer offenen Ladefläche ebenfalls auf Dach- und Seitenbleche verzichtet wurde (Autokiste berichtete). Resultat ist eine großzügige Plattform, die den bereits erwähnten Fotoreportern eine optimale Rundumsicht von 360 Grad ermöglicht. Eine Schwingtür, die sich 90 Grad weit öffnen lässt und gleichzeitig als Halterung für das Reserverad dient, ersetzt die Hecktüren.

Den Fahrgastraum trennt eine gläserne Zwischenwand, die bei Bedarf im Fahrzeugdach versenkt werden kann, von der Ladefläche. Von den vier Einzelsitzen in der Doppelkabine lassen sich der Beifahrersessel und die Fondsitze um 180 Grad drehen. Darüber hinaus können die hinteren Sitze, ebenso wie der zentral angebrachte Tisch, auf praktischen Vario-Schienen in Längsrichtung verschoben werden, wie man es von modernen Vans und Utilities kennt. So reisen die Passagiere wahlweise in Fahrtrichtung, Reboard oder unter freiem Himmel - von gesetzlichen Vorschriften, die dem entgegenstehen könnten, einmal abgesehen. Zwei weitere Mitreisende finden bei Bedarf zusätzlich Platz auf seitlich im Fond angebrachten Klappsitzen. Zu den intelligenten Detaillösungen zählen auch maßgeschneiderte Öffnungsmechanismen der Türen. Während auf der Fahrerseite herkömmliche Türen die Fahrgäste aufnehmen, stehen auf der Beifahrerseite zwei gegenläufig aufschwingende Schmetterlingstüren zur Verfügung. Durch den Verzicht auf die B-Säule gelingen daher der Einstieg und das Beladen besonders komfortabel.

Für die Außenlackierung hat der Autobauer den Farbton "Sand" kreiert, die Armaturentafel in Hellbeige ist farblich entsprechend abgestimmt. Einen Kontrast dazu bildet der Fahrzeugboden aus Aluminium. Ferner auffallend ist der zentral positionierte Bildschirm des Navigationssystems und die - typisch Studie - nicht weniger als 20 Zoll großen Räder.

Keine Innovationen dagegen bei der Motorisierung: Der Deck'up wird von dem bekannten 2,5 Liter-Diesel mit 135 PS und einem maximalen Drehmoment von 310 Newtonmetern angetrieben.

Wer sich jetzt in das Konzept und vielleicht sogar in die ungewöhnliche Optik verguckt hat, sollte sich jedoch nicht zu früh freuen: An eine Serienproduktion ist derzeit nämlich nicht gedacht, so Renault auf Autokiste-Anfrage. Schade eigentlich - denn der Deck'Up ist ein Lifestyle-Nischenauto, das so oder ähnlich durchaus das Zeug zum imagefördernden Verkaufsrenner haben könnte.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 13.01.2004  —  # 2704
text Hanno S. Ritter
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