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Montag, 18. Dezember 2017,
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3.400 Geräte landesweit im Einsatz / Innenminister: "Innovative Lösung"

Verkehrssünder in NRW können künftig bargeldlos zahlen

Siehe Bildunterschrift
Knöllchen © Telecash GmbH
bargeldlos zahlen: Künftig 3.400
mobile Zahlungsterminals in NRW
Als erstes Bundesland rüstet Nordrhein-Westfalen die Polizei flächendeckend mit mobilen elektronischen Zahlungsterminals aus - der Verwarnungsgeldblock der Polizei hat ausgedient. Wie das Innenministerium am Montag mitteilte, werden zunächst sechs Polizeibehörden ab sofort vier Wochen lang das bargeldlose Zahlungsverfahren testen. Die ca. 600 Gramm schweren Zahlungsterminals sind flexibel im Streifendienst verwendbar und besonders robust ausgelegt. Künftig werden landesweit 3.400 Geräte eingesetzt.

Mit dem neuen Verfahren kann die Polizei auch Sicherheitsleistungen von ausländischen Verkehrssündern einfacher als bisher einziehen. In der Vergangenheit bereitete es erhebliche Schwierigkeiten, Beträge an Ort und Stelle bar zu kassieren. Die Polizisten mussten Wertgegenstände sicherstellen und fremde Währungen in Euro umtauschen. Je nach Herkunftsland war dies problematisch und verursachte unnötige Kosten.

Anstatt eine Quittung vom Verwarnungsgeldblock auszufüllen und abzureißen, steckt der Polizeibeamte künftig die EC- oder Kreditkarte des Betroffenen in das neue Gerät und gibt den fälligen Betrag ein. Bei EC-Zahlung bestätigt der Verkehrsteilnehmer mit seiner Geheimzahl, bei Zahlung per Kreditkarte wird ein Quittungsbeleg unterschrieben. Das Terminal übermittelt die anonymisierten Daten über ein eingebautes Telefon direkt an ein Rechenzentrum. Hier wird geprüft, ob das Konto gedeckt ist und die Karte nicht missbräuchlich benutzt wird. Die Buchung erfolgt unmittelbar. Anschließend werden zwei Quittungsbelege gedruckt. "Dieser Ablauf ist vielen seit langem beim täglichen Einkaufen vertraut", erklärte Innenminister Dr. Fritz Behrens am Montag in Duisburg.

Wer nicht mit Karte zahlen kann oder will, erhält wie bisher einen Zahlschein.

Den betroffenen Verkehrssündern entstehen durch das bargeldlose System keine zusätzlichen Gebühren. Diese werden vom Land getragen. Ein Generalunternehmer stellt die Geräte und garantiert Wartung und Service rund um die Uhr. Für die Polizei bedeutet dies eine erhebliche Arbeitserleichterung und Zeitersparnis. Die Kosten für den Kauf der speziellen Verwarnungsgeldblocks und die Einzahlung des Bargeldes entfallen. Die jährlich rund 35-40 Millionen Euro Verwarnungsgelder wandern dann nicht mehr durch die Hände der Polizisten, sondern nur noch über die Datenautobahn. "Dies ist eine moderne und innovative Lösung, weil sie Zeit, Geld und Personal einspart", so der Minister.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 08.07.2003  —  # 2152
text Hanno S. Ritter
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