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Donnerstag, 19. Oktober 2017,
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Zwei neue Programme zur Kindersicherheit im Auto gestartet

Siehe Bildunterschrift
Wichtig: © Peugeot Dtl. GmbH
Richtige Sicherung
von Kindern im Auto
"Die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr hat sich nachhaltig verbessert", stellte Bundesminister Dr. Manfred Stolpe am Montag anlässlich der Auftaktpressekonferenz zur Kampagne "Kind im Auto 2003" fest. Nach dem traurigen Jahr 1970, in dem in Deutschland mehr als 2.200 Kinder getötet wurden, zeige die Statistik, dass die gemeinsamen Anstrengungen um die Verkehrssicherheit erfolgreich gewesen seien. Im Jahr 2001 war die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder auf 231 zurückgegangen. Dennoch, so Stolpe, müsse weiterhin alles daran gesetzt werden, die Situation von schwächeren Verkehrsteilnehmern, von Kindern und alten Menschen, zu verbessern.

Die Kampagne der Akademie Bruderhilfe-Familienfürsorge steht unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministers und macht zwischen Mitte Mai und Ende September in deutschen Städten bei Aktionstagen deutlich, welche Wichtigkeit die altersgerechte Sicherung von Kindern im Auto hat. Unterstützt wird die Aktion von Peugeot.

Mit Sorge wies der Bundesverkehrsminister darauf hin, dass von den 231 Kindern 93 im Pkw zu Tode gekommen seien - ein Anteil von etwa 40 Prozent. Auch wenn dies einen Rückgang gegenüber den Zahlen aus den Vorjahren bedeute, bleibe noch viel zu tun und Überzeugungsarbeit zu leisten, so der Minister. Deshalb begrüße er ganz besonders die Aktion "Kind im Auto 2003", die sich der Sicherung von Kindern im Auto besonders angenommen habe. Die Erfahrung zeige, dass in erster Linie die Eltern besonders kleinerer Kinder gefordert seien. Trotz rückläufiger Tendenz seien Kinder als Pkw-Insassen noch immer einem relativ großen Risiko ausgesetzt. Bei Innerortsstraßen liege die Benutzung von Kindersitzen bei Kindern ab sechs Jahren bedauerlicherweise nur bei 53 Prozent. 40 Prozent würden fälschlicherweise mit Erwachsenengurten gesichert. Das könne lebensgefährlich sein. Der Bund unterstütze Projekte zur Kindersicherheit jährlich mit etwa einer Million Euro.

Mehr Sicherheit für die jüngsten Passagiere im Auto - mit diesem Ziel haben sich auch der ADAC und Toyota Deutschland zusammengeschlossen. Ab Mai 2003 wollen die beiden Unternehmen als Partner mit der Aktion "Sicher im Auto" bei Eltern und Verantwortlichen drei Jahre lang Aufklärungsarbeit leisten. Das Schulungsprogramm richtet sich vor allem an junge Familien und Personen, die Kinder im Auto befördern. Pro Jahr sollen bundesweit mehr als 1.000 Veranstaltungen durchgeführt werden.

Rund 120 speziell geschulte Moderatorinnen und Moderatoren des ADAC klären über die Verletzungsrisiken auf und demonstrieren anhand von modernen Rückhaltesystemen mit Toyota-Fahrzeugen, wie der Nachwuchs wirklich sicher befördert werden kann.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 12.05.2003  —  # 2023
text Hanno S. Ritter
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