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Mittwoch, 13. Dezember 2017,
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NABU: Tempo 50 an ungeschützten Amphibienquerungen ist schon zu schnell

Langsam fahren: Krötenwanderung hat bundesweit begonnen

Nach Angaben des Naturschutzbundes NABU haben sich die Amphibien eine Woche nach dem Start im Südwesten jetzt nahezu bundesweit auf den Weg zu ihren Laichgewässern begeben. Vom Bodensee bis Hamburg entdeckten die Aktiven des NABU wandernde Gras- und Moorfrösche, Erdkröten und Molche. Lediglich im äußersten Osten und in höheren Lagen sei der Startschuss noch nicht gefallen.

Der NABU appelliert an alle Autofahrer, langsam zu fahren - nicht nur zum Wohl der Amphibien, sondern auch zum Schutz der vielen Helfer, die nun überall im Lande Schutzzäune installieren und ähnliche Maßnahmen ergreifen.

Trotz bundesweit mehrerer hundert Amphibienzäune sowie Krötentunneln und nächtlich gesperrter Nebenstraßen müssen die Tiere laut NABU immer noch unzählige Straßen völlig ungeschützt überqueren. Dabei liefen die Amphibien nicht nur Gefahr, von Autoreifen zerquetscht zu werden. Messungen im Windkanal hätten gezeigt, dass Autos auch einen so genannten Strömungsdruck ausüben, dessen Stärke direkt mit der Fahrgeschwindigkeit steigt und der zum tödlichen Verhängnis für die Amphibien werden könne. Bereits bei moderaten 50 Stundenkilometern ist der Druck auf die weichen Amphibienkörper nach NABU-Angaben fast immer tödlich. "Slalom fahrend die Kröten und Frösche sozusagen zwischen die Reifen zu nehmen, hilft leider überhaupt nicht", fasst NABU-Amphibienexperte Andreas Krone die neuen Erkenntnisse zusammen. Erst ab Tempo 30, so Krone, hätten die Tiere wieder eine Überlebenschance.

Auf der NABU-Website findet sich ein umfangreiches Special zum Thema.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 11.03.2003  —  # 1881
text Hanno S. Ritter
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