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Freitag, 15. Dezember 2017,
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Bundesregierung unterstützt den Weg zu Wasserstoff-Kraftstoffen der Zukunft

Clean Energy Partnership schriftlich besiegelt

Siehe Bildunterschrift
Roboterbetankung: © Aral AG
Wasserstoff-Tankstelle von Aral am
Münchner Flughafen
Mit einem Memorandum of Understanding wurde in der vergangenen Woche die Clean Energy Partnership Berlin (CEP) besiegelt. Diesen wichtigen Schritt in die Zukunft einer nachhaltigen Kraftstoffwirtschaft gaben die beteiligten Unternehmen anlässlich eines Parlamentarischen Abends in Berlin bekannt. Die CEP ist ein gemeinsames Projekt von Aral, BMW, BVG, DaimlerChrysler, Ford, GHW, Linde, MAN und Opel mit dem Ziel, die Alltagstauglichkeit von Wasserstoff zu erproben. Optional können auch noch andere Alternativen wie z.B. Methanol und synthetischer Diesel als Kraftstoff der Zukunft getestet werden. In Berlin entsteht eine Aral Tankstelle, an der sowohl mittels Elektrolyse Wasserstoff aus Wasser abgespalten, als auch tiefkalt und flüssig angeliefert und gespeichert wird. Getankt wird der jeweilige alternative Kraftstoff von Fahrzeugen mit modifizierten Verbrennungsmotoren oder mit Brennstoffzellen-Technologie.

Die auf fünf Jahre projektierte CEP ist Bestandteil der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie und wird von der deutschen Bundesregierung unterstützt und gefördert. Die Projektsteuerung von CEP und die Kommunikation mit der Bundesregierung werden von der Deutschen Energie-Agentur koordiniert. Die Nachhaltigkeitsstrategie soll zukunftsweisende Technologien demonstrieren sowie die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen zum Einsatz alternativer Kraftstoffe im Straßenverkehr aufzeigen. Ein elementarer Punkt dabei ist der Nachweis der positiven Effekte auf die Umwelt. Der Wasserstoff soll deshalb so weit wie möglich mittels regenerativer Energien hergestellt werden, also z.B. durch Strom aus Wasser- oder Windkraft. Damit fallen, angefangen bei der Erzeugung bis hin zur Nutzung, praktisch keine unerwünschten oder umweltschädigenden Emissionen an.

Die beteiligten Automobilunternehmen werden ab 2003 eine auf ca. 30 Fahrzeuge ansteigende Testflotte im Rahmen der CEP betreiben. Nach einer Erprobungsphase werden die Autos im alltagsnahen Betrieb eingesetzt. Weitere Projektziele sind der Nachweis der Alltagstauglichkeit und die Kundenakzeptanz für neue Betankungstechnologien. Danach wollen sich alle Partner auf Basis der gewonnenen Erfahrungen über die notwendigen weiteren Schritte verständigen. So ist beispielsweise eine Erweiterung des Projektes mit teilweiser Kommerzialisierung denkbar. Aufgrund dieses praxisorientierten Konzeptes ist die CEP auch offen für weitere Partner auch aus anderen Branchen wie beispielsweise Banken oder Versicherungen.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 10.06.2002  —  # 1232
text Hanno S. Ritter
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