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Dienstag, 24. Oktober 2017,
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Drei Meter kurzes Stadtmobil mit Reichweite von 85 Kilometern / Markteinführung auch in Deutschland geplant

Stadt Köln testet das Elektrofahrzeug »Th!nk City« von Ford

Siehe Bildunterschrift
Soll auch in Deutschland auf © Ford Werke AG
den Markt kommen: Elektromobil "Th!nk city" von Ford
Die Ford-Werke AG hat heute der Stadt Köln ein "TH!NK city"-Elektrofahrzeug übergeben. Köln ist damit die erste Kommune in Deutschland, die ein Auto dieses Typs in ihrem Fuhrpark hat. Die Umweltdezernentin, Frau Dr. Ursula Christiansen, nahm den TH!NK city für die Stadt Köln in Empfang. Das jeansblaue Fahrzeug wird beim Amt für Kinder, Jugend und Familie eingesetzt, wo es ein Jahr lang unter Praxisbedingungen getestet wird. Genutzt wird es vor allem für Dienstfahrten zu Kindertagesstätten und zu Einrichtungen von Trägern der freien Jugendhilfe. Die Stadt übernimmt den in Norwegen gebauten TH!NK city zunächst für ein Jahr und zahlt der Ford-Werke AG dafür eine Bereitstellungsgebühr von 250 DM im Monat.

Dr. Wolfgang Schneider, im Vorstand der Ford-Werke AG zuständig für Umweltpolitik, sagte bei der Übergabe der Fahrzeugschlüssel an Frau Dr. Christiansen: "Der TH!NK city ist ein wichtiger Baustein einer Fahrzeugflotte mit alternativen Antriebskonzepten, die Ford bereits verkauft oder in absehbarer Zeit auf den Markt bringen wird. Diese "grünen" Fahrzeuge mit modernen Elektro-, Erdgas-, Ethanol- und Brennstoffzellenantrieben erzeugen entweder keine oder nur geringe Emissionen und stehen für die neue Unternehmensstrategie, die Ford von einem reinen Automobilhersteller zu einem Anbieter nachhaltiger Mobilitätskonzepte transformieren wird".

Heckansicht des "Th!nk city" © Ford Werke AG
Der TH!NK city ist ein nur 2,99 Meter langes, sehr wendiges Elektrofahrzeug, das vor allem für Kurzstrecken und Stadtfahrten entwickelt wurde. Die 19 Nickel-Cadmium-Batterien ermöglichen eine Reichweite von 85 Kilometern - mehr ist nicht nötig, um auch in Großstädten an jedes Ziel zu kommen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 90 km/h. "Getankt" werden kann an jeder herkömmlichen Haushaltssteckdose (220 Volt). Die Ladezeit beträgt 4 bis 6 Stunden. Selbstverständlich, so Ford, erfülle der TH!NK city alle internationalen Crash-Normen.

Die Kunststoffhaut aus Thermoplast ist stoßunempfindlich und soll kleinere Parkrempler unbeschadet überstehen. Sie lässt sich - wie die gesamte Karosserie - vollständig recyceln. Aber auch in anderer Beziehung ist der TH!NK city besonders umweltfreundlich. Das Elektrofahrzeug erzeugt keine Emissionen und ist zudem im Fahrbetrieb besonders leise. Es ist bereits in einigen europäischen Ländern verfügbar und wird in absehbarer Zeit auch in Deutschland auf den Markt kommen.

Die Ford Motor Company hat Ende 1999 alle Elektrofahrzeug- und Brennstoffzellenaktivitäten unter dem Schirm der Marke TH!NK-Group zusammengefasst. Zur TH!NK Group mit Sitz in den USA gehört ein eigener Forschungs- und Entwicklungszweig, die TH!NK Technologies. Die Ford Motor Company ist damit weltweit der einzige Automobilhersteller, der eine eigene Marke für die Entwicklung, das Marketing und den Vertrieb von emissionsfreien - und damit besonders umweltfreundlichen - Fahrzeugen geschaffen hat.
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text Hanno S. Ritter
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