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Bilanz des Autojahres 2000 im Minus / Zunehmender Verdrängungswettbewerb / 3,6 Mio. Neuzulassungen 2001 erwartet

Kfz-Gewerbe befürchtet weiteren Renditeverfall

Der zunehmende Druck auf die Rendite im Kfz-Gewerbe wird das Automobiljahr 2000 mit "Bilanzen im Minus" abschließen lassen. Rolf Leuchtenberger, Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, befürchtet einen weiteren Renditeverfall. Vor allem die konjunkturelle Talfahrt und die gestiegenen Kosten auf Handelsseite im Neuwagengeschäft seien für ein Jahresergebnis ursächlich, das - so wörtlich - "unsere Erwartungen in keiner Weise erfüllen konnte". Lediglich im Service sei real mit einer "schwarzen Null" zu rechnen.

Nach vorläufigen Ergebnissen schreibe die Branche eine Umsatzrendite vor Steuern von knapp einem Prozent. Dabei liege das Ergebnis des Neuwagenhandels unter dem vergleichbaren Vorjahrsniveau. Das erwartete zweistellige Minus in Pkw-Verkauf habe vor allem in der Phase anhaltender Strukturveränderungen und Unsicherheiten über die Gruppenfreistellungsverordnung das Klima im mittelständischen Kfz-Gewerbe weiter belastet.

Das Kfz-Gewerbe mit seinen derzeit 48.000 Betrieben und knapp 530.000 Beschäftigten sehe das kommende Automobiljahr in der Erwartung auf eine verhalten anziehende Inlandsnachfrage. Die Prognose im Neuwagenverkauf mit einem Plus von rund fünf Prozent sei eine "Markteinschätzung zwischen Hoffen und Bangen". Erste Impulse der Steuerreform würden bereits durch die dritte Stufe der Öko-Steuer egalisiert mit der Konsequenz, dasss der private Konsum kaum stabile Nachfragetendenzen entwickeln könne. Der Verband gehe dennoch davon aus, dasss in 2001 rund 3,6 Millionen neue Pkw zugelassen werden könnten.
Leserbrief Autokiste folgen date  11.01.2001  —  # 0293
text  Hanno S. Ritter
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