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Samstag, 16. Dezember 2017,
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Erster Einsatz der Adaptive Cruise Control bei BMW

Entspannter ankommen mit ACC von Bosch

Adaptive Cruise Control von Bosch, Bild: Bosch Mit der Adaptive Cruise Control ACC präsentiert Bosch ein Fahrerassistenzsystem, das vorausfahrende Fahrzeuge erkennt, deren Geschwindigkeiten ermittelt und durch Brems- und Motoreingriffe einen gewünschten Abstand einhält. Der Fahrer wird so besonders auf Autobahnen und Schnellstraßen spürbar entlastet. Erstmals bietet BMW das System Adaptive Cruise Control von Bosch in der 7er-Baureihe an.

Neben der gewünschten Geschwindigkeit wählt der Fahrer die Distanz als Zeitabstand, der zu den vorausfahrenden Fahrzeugen eingehalten wird. Hier stehen drei Werte zur Auswahl. ACC kann bei Geschwindigkeiten zwischen 30 und 180 Kilometern pro Stunde aktiviert werden. Der Autofahrer bedient das System über Tasten am Lenkrad, die gewünschte Geschwindigkeit zeigt es über Leuchtdioden im Tachometer an. Sie kann in Schritten von zehn Kilometern pro Stunde verändert werden.

Herzstück des ACC-Systems ist die Sensor Control Unit (SCU), die als kompakte Einheit den Radarsensor und das Steuergerät beherbergt. Sie ist unauffällig in der Fahrzeugfront integriert und stellt die derzeit kleinste Sensor-Regler-Einheit auf dem Markt dar. Der Radarsensor erfasst vorausfahrende Fahrzeuge bis zu einem Abstand von gut 100 Metern in einem Winkelbereich von +/- 4 Grad zur Mittelachse. Das Steuergerät errechnet deren Geschwindigkeiten und Distanz zum eigenen Fahrzeug. Die Sensoren des Elektronischen Stabilitäts-Programms ESP liefern Informationen über die Fahrtrichtung, um die für ACC relevanten Fahrzeuge auswählen zu können. Über Eingriffe in das Motormanagement und das Bremssystem passt ACC die Geschwindigkeit an die anderen Fahrzeuge an. Ist die Fahrbahn frei, beschleunigt das Fahrzeug auf die vorgewählte Geschwindigkeit.

Auch wenn ACC den Fahrer in großem Maße unterstützt, so bleibt er doch für die Fahrzeugführung weiter verantwortlich. Entscheidungen über Lenkmanöver oder starke Bremsungen muss er weiterhin selbst treffen.

Bereits jetzt arbeitet Bosch an der Weiterentwicklung des Systems. Durch kompaktere Abmessungen und reduzierte Kosten wird es zukünftig in immer mehr Fahrzeugen zu finden sein. Mit weiteren Sensoren wird ACC dem Fahrer dann auch im Stop-and-go-Verkehr eine komfortable Unterstützung bieten, um entspannter sein Ziel zu erreichen.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 25.08.2000  —  # 0109
text Hanno S. Ritter
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