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Donnerstag, 2. April 2020,
14 Marken unter einem Dach

Fusion: PSA und FCA spannen Weltkonzern

Die Autowelt ist um einen großen Player reicher: Peugeot Citroën (PSA) und Fiat Chrysler (FCA) werden tatsächlich fusionieren. Es entsteht ein großer Konzern mit zahlreichen teils höchst unterschiedlichen Marken.
Fusion: PSA und FCA spannen Weltkonzern
FCA, PSA
PSA-Chef Carlos Tavares und FCA-Chef Mike Manley
schließen ihre Konzerne zum viertgrößten Autobauer der Welt zusammen
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Noch vor ein paar Monaten wollte Fiat Chrysler mit der Renault-Nissan-Allianz fusionieren, doch als das absehbar an Einwänden des französischen Staats und Bedenken bei Nissan zu scheitern drohte, zog FCA sein Angebot kurzfristig zurück. Noch im gleichen Jahr nun hat der italienisch-amerikanische Autobauer den seit Jahren gesuchten und für das Fortbestehen wohl notwendigen Zusammenschluss mit einem anderen Mitbewerber unter Dach und Fach gebracht.

FCA und die PSA Groupe haben nach recht kurzer Verhandlungsdauer heute eine verbindliche Zusammenschlussvereinbarung über einen 50/50-Merger ihrer jeweiligen Geschäfte unterzeichnet. "Die angestrebte Kombination wird ein Branchenführer sein mit dem Management, den Fähigkeiten, den Ressourcen und der Größe, um die Chancen zu nutzen, welche die neue Ära der nachhaltigen Mobilität bietet", teilen die neuen Partner mit, die sich offenbar keine Qualitätskontrolle bei ihren Übersetzern leisten können.

Das kombinierte Unternehmen wird nach aktuellem Stand mit rund 400.000 Mitarbeitern auf jährlich 8,7 Millionen verkaufte Fahrzeuge kommen und damit der viertgrößte Autohersteller der Welt werden. Nur VW, Renault-Nissan und Toyota sind größer. Der gemeinsame Umsatz wird bei fast 170 Milliarden Euro liegen, der Gewinn bei über elf Milliarden.

Während FCA hauptsächlich seine nicht eben zukunftssicheren amerikanischen SUVs und Pickups sowie den von PSA benötigten Zugang zum nordamerikanischen Markt in den neuen Konzern einbringt, steuert PSA ein solides Europa-Geschäft mit wettbewerbsfähigen Pkw und sein Know-How im Bereich der Elektromobilität ein. Letzteres war bei FCA bisher kaum ein Thema.

Der neue Konzern wird zahlreiche Marken umfassen. Von FCA kommen die europäischen Marken Fiat, Alfa Romeo und auch das darbende Lancia, außerdem die Sportwagenmarken Maserati und Ferrari und die US-Marken Chrysler, Dodge, Ram und vor allem Jeep. PSA bringt Peugeot, Citroën, DS, Opel und Vauxhall ein. Zum neuen Konzern gehören auch die Zulieferer Magneti Marelli und Faurecia.

Die Fusion muss noch von den Wettbewerbsbehörden und den Aktionären abgesegent werden. Geführt wird das neue Konglomerat von PSA-Chef Carlos Tavares (61). Der Portugiese gilt als harter Sanierer, er hat sowohl PSA als auch Opel wieder wettbewerbsfähig gemacht. Die Fusion soll in den nächsten zwölf bis 15 Monaten abgeschlossen sein, seinen Sitz wird der noch namenslose Konzern wie schon bisher FCA in den Niederlanden haben.
Leserbrief Autokiste folgen date  18.12.2019  —  # 13110
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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