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Samstag, 4. April 2020,
Fronttriebler mit weniger Leistung spart 6.500 Euro

Opel Grandland X PHEV: Neue Spar-Variante

Der größte Vorteil des Opel Grandland X Hybrid ist womöglich sein Allradantrieb. Der größte Vorteil lässt sich jetzt aber auch weglassen, womit das teilelektrische SUV an Agilität einbüßt – dafür aber in einer anderen Disziplin punktet.
Opel Grandland X PHEV: Neue Spar-Variante
Opel
Mit reinem Frontantrieb und reduzierter Leistung
ist der Opel Grandland X Plug-in-Hybrid 6.500 Euro günstiger
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Opel bietet den Grandland X Plug-in-Hybrid (PHEV) neuerdings auch als reinen Fronttriebler an. Die Maßnahme erfolgt ganz einfach durch Weglassen des zweiten Elektromotors, der beim "Hybrid4" die Hinterachse antreibt. Gleichzeitig reduziert Opel beim Fronttriebler die Leistung des 1,6-Liter-Benziners von 200 auf 180 PS, die vorne verbaute E-Maschine bleibt bei umgerechnet 110 PS.

Als Systemleistung ergeben sich 224 statt 300 PS, das Drehmoment beträgt maximal 260 Newtonmeter. Hier wie dort überträgt ein 8-Gang-Wandlerautomat die Kräfte. Im Sport-Modus, wenn beide Motoren zusammen schuften, erreicht der Grandland X die 100-km/h-Marke nach enttäuschenden 8,9 Sekunden. Maximal sind 225 km/h möglich. Interessanter ist die rein elektrische Reichweite, die der unverändert 13,2 kWh fassende Akku ermöglicht: 57 Kilometer nach der neuen WLTP-Norm sind aktuell kein schlechter Wert. Zum Vergleich: Der Allradler beschleunigt in 6,1 Sekunden und schafft 235 km/h bei einer E-Reichweite von maximal 59 Kilometern.

Der einzige Grund, den Fronttriebler zu kaufen, liegt demnach im Preis. 43.440 Euro lautet die Vorgabe aus Rüsselsheim dazu. Wenn demnächst der Umweltbonus voraussichtlich auf 4.500 Euro steigt, sinkt der Einstiegspreis (inkl. Mehrwertsteuer auf den hälftigen Hersteller-Anteil) auf 38.513 Euro. Damit die Kunden es nicht zu einfach haben beim Vergleichen, ist beim Fronttriebler die "Business Edition" die kleinste Ausstattungslinie, die günstiger ist als "Edition". Den Hybrid4 gibt es demgegenüber erst ab "Business Innovation", die aber teurer ist als "Innovation". Die Differenz bei vergleichbaren Modellen beträgt 6.500 Euro.

Beide Modelle profitieren von der jüngst erneut angepassten Dienstwagenbesteuerung: Der geldwerte Vorteil sowohl für die Privatnutzung als auch für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte wird nur bezogen auf den halben Listenpreis des Neuwagens gerechnet.
Leserbrief Autokiste folgen date  13.12.2019  —  # 13104
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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