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Sonntag, 15. September 2019,
Topmodell mit nun 440 PS ab 92.000 Euro

Porsche Macan Turbo ist wieder da

Mit der Modellpflege wirkt der Porsche Macan deutlich gereift, ließ aber bislang das Topmodell missen. Doch nun kommt der Turbo zurück – und setzt dabei auf das offenbar noch immer funktionierende Konzept: Stärker, schneller, teurer.
Porsche
Der Porsche Macan ist jetzt
auch wieder als "Turbo"-Topmodell zu haben
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Porsche rundet das Modellprogramm des Macan nach oben ab. Das neue Topmodell Macan Turbo setzt dabei auf einen neuen Motor - neu für die Baureihe, im übrigen bekannt von Cayenne und Panamera. es handelt sich um das 2,9 Liter große Aggregat, das - von zwei zentral angeordneten Ladern beatmet - 440 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 550 Newtonmetern aus den sechs Töpfen schüttelt.

Im Vergleich zum Vorgänger mit dem 3,6-Liter-Aggregat bedeutet dies je nach Sichtweise ein Plus von 40 PS (Macan Turbo) bzw. Gleichstand bei der Leistung (Macan Turbo mit Performance Paket); das Drehmoment blieb jeweils konstant, lag bisher aber bereits ab 1.350 bzw. 1.500 Umdrehungen an. Das neue Modell erledigt die Null-Hundert-Disziplin bestenfalls in 4,3 Sekunden und damit drei Zehntel schneller als bisher, die Höchstgeschwindigkeit steigt um vier auf 270 km/h, und der Verbrauch steigt auf 9,8 Liter (NEFZ). Das 1.950 Kilogramm schwere SUV darf maximal 2.400 Kilogramm ziehen. Der Motor überträgt seine Kraft via 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe an die beiden Achsen.

Damit die Fuhre auch wieder sicher eingefangen kann, montieren die Zuffenhausener serienmäßig die Porsche Surface Coated Brake, kurz PSCB. Die so nur bei Porsche erhältliche Anlage mit einer Wolframcarbidschicht auf den Bremsscheiben bietet ein schnelleres Ansprechen, einen geringeren Verschleiß und bis zu 90 Prozent weniger Bremsstaub-Entwicklung im Vergleich zu einer konventionellen Graugussbremse. Charakteristisch für die PSCB, die optional jetzt auch für alle anderen Macan-Modelle erhältlich ist, sind die hochglänzenden Bremsscheiben und die weiß lackierten Bremssättel. Optional steht auch die über 8.000 Euro teure Keramikbremse zur Wahl. Auch die höhenverstellbare Luftfederung ist aufpreispflichtig.

Der Macan Turbo demonstriert seine Spitzenstellung durch das exklusive Bugteil mit drei großen Lufteinlässen und hochgesetzter Bugleuchte sowie die serienmäßigen LED-Hauptscheinwerfer inklusive Porsche Dynamic Light System (PDLS). In der Seitenansicht differenziert sich das Topmodell durch 20 Zoll große Räder sowie spezielle Seitenschweller und Außenspiegel. Turbo-typisch ist der feststehende Dachspoiler im Doppelflügeldesign. Die Sportabgasanlage ist an silbernen Doppelendrohren in eigenständigem Design erkennbar.

Als neues Aushängeschild der Modellreihe bietet der Macan Turbo eine erweiterte Ausstattung. Adaptive Sportsitze mit Glattlederbezug und elektrischer 18-Wege-Verstellung sowie das Komfort-Memory-Paket zählen zur Serienausstattung, ebenso der Dachhimmel in Alcantara, das Interieurpaket aus gebürstetem Aluminium, das Bose-Soundsystem und Porsche Connect Plus.

Der Macan Turbo kostet ab 91.922 Euro und damit einerseits satte 26.500 Euro mehr als der Macan S mit 354 PS. Andererseits schrumpft der Aufpreis ausstattungsbereinigt - die genaue Serienausstattung liegt noch nicht vor - auf einen vierstelligen Betrag. Bei beiden Modellen müssen Käufer jeweils noch etliche Tausender extra kalkulieren, weil Porsche sich viele Dinge, die man in einem solchen Auto für serienmäßig hält, extra bezahlen lässt.

Neu im Optionsprogramm - für alle Macan-Modelle - sind neuerdings eine Smartphone-Ablage mit induktiver Ladefunktion nach Qi-Standard, eine beheizbare Frontscheibe, ein Ionisator zur Verbesserung der Luftqualität im Innenraum und der Stauassistent inklusive Abstandsregeltempomat.
Leserbrief Autokiste folgen date  29.08.2019  —  # 13030
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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