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Sonntag, 26. Mai 2019,
Dream-Team-Edition mit nur einer Antriebsoption

Kia bringt Sportage-Sondermodell

Kia hat ein Sondermodell des Sportage aufgelegt, das Kunden über einen Preisvorteil locken soll. Die Umsetzung wirkt jedoch mehr wie das gelangweilte Ergebnis eines Marketing-Meetings denn wie ein echter Kaufanreiz.
Kia bringt Sportage-Sondermodell
Kia
Kia hat ein Sondermodell
des Sportage aufgelegt (Bild zeigt Serienmodell)
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"Dream Team Edition" heißt eine neue Option beim Kauf des Kia Sportage. Vom Hersteller wird sei einerseits als limitierte Edition angepriesen, andererseits in der Preisliste als reguläres Ausstattungsniveau geführt, das auf der Linie "Vision" aufbaut und demnach die Nummer Drei in der jetzt nicht weniger als sechsstufigen Hierarchie ist.

Erwähnenswerte Serienmerkmale beim "Vision" sind nur Rückfahrkamera, Sitzheizung hinten, 7-Zoll-Navigationssystem, Fernlichtassistent und Verkehrszeichenerkennung. Das Sondermodell verfügt zusätzlich über eine Lenkradheizung, Regensensor, Zwei-Zonen-Klimaautomatik anstelle manueller 1-Zonen-Klimaanlage und einen selbst abblendenden Innenspiegel. Das entspricht dem optionalen "Komfort-Paket" des Vision abzüglich der dortigen Parksensoren vorne. Einzige weitere Zugabe sind schwarz glänzende Applikationen an der Mittelkonsole, die es regulär für den Vision nicht gibt.

Der Sportage Dream-Team wird ausschließlich mit dem 1,6-Liter-Benziner angeboten, der vielen Interessenten mit seinen 132 PS etwas untermotorisiert erscheinen dürfte. Der Grundpreis beträgt 26.390 Euro, das sind 900 mehr als der Vision. Weil das Komfort-Paket dort 990 Euro kostet, ist der Preisvorteil eher ein negativer.

Sparpotential ergibt sich erst bei zusätzlicher Bestellung des sogenannten "Paket Premium+". Es umfasst zum Preis von 2.100 Euro ein Upgrade auf das 8-Zoll-Navi, JBL-Soundsystem, Teil-Lederausstattung (nur schwarz), Parksensoren vorne, LED-Scheinwerfer, Keyless-System, Supervision-Instrumente, elektrische Sitzverstellung, digitalen Radioempfang - und die Parksensoren vorne.

Der Hersteller, der das Auto mit dem Paket ernsthaft zum "Luxus-SUV" verklärt, bewirbt 1.400 Euro Preisvorteil, was aber mangels regulärer Bestellbarkeit der Einzeloptionen ein rein fiktiver Wert ist. Langer Rede, kurzer Sinn: Kia hatte schon wesentlich interessantere Sondermodelle in petto.
Leserbrief Autokiste folgen date  14.03.2019  —  # 12910
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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