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Donnerstag, 23. Mai 2019,
Benziner erstarkt auf 280 PS, Diesel mit 190 PS

Ford Focus ST: Erste Details, erste Bilder

Der neue Ford Focus ist eingeführt, eingefleischte Fans aber warten auf den Focus ST. Jetzt haben die Kölner die wichtigsten Details freigegeben: Der sportliche Focus wird noch sportlicher.
Ford
Im Sommer kommt der neue,
bis 280 PS starke Ford Focus ST
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Der neue Ford Focus steht vor dem Start. Er wird wieder als Benziner und Diesel angeboten sowie als Fünftürer-Limousine und Kombi, jeweils ausschließlich mit Frontantrieb.

Beim Diesel handelt es sich um den bekannten Zweiliter-Motor, der hier nun 190 statt bisher 185 PS leistet. Die Kraft gelangt über ein manuelles Sechsganggetriebe an die Räder; es ist gegenüber den schwächeren Modellbrüdern kürzer übersetzt.

Spannender ist der Benziner: Es handelt sich um den EcoBoost-Benziner mit nunmehr 2,3 Litern Hubraum. Die Leistung steigt von 250 auf satte 280 PS bei 5.500 Umdrehungen, das Drehmoment von 360 auf 420 Newtonmeter (3.000-4.000/min). Hier steht sowohl das Schaltgetriebe als auch eine erstmals angebotene 7-Gang-Automatik zur Wahl. Daten liegen noch nicht vor, außer der Ansage, dass der neue Focus ST die 100-km/h-Marke in unter sechs Sekunden erreichen wird. Ein elektronisch gesteuertes Sperrdifferential ist Standard.

Eine adaptive Fahrwerksdämpfung (CCD) liefert Ford nur optional in einem sogenannten Performance-Paket und nur für den klassischen Fünftürer. Zum Paket gehört auch eine Launch-Control-Funktion (nur Benziner) und bei der Automatik-Version eine Zwischengas-Funktion für Herunterschalt-Vorgänge, wie sie vom Mustang bekannt ist: Die Elektronik macht das Gleiche wie Rennfahrer, die über die "Spitze-Hacke"-Technik beim gleichzeitigen Bremsen und Herunterschalten über Zwischengas die Synchronisation der Gänge erleichtern, das Getriebe schonen und das Verzögerungsmoment der Antriebsräder beim Einkuppeln reduzieren.

Ebenfalls Bestandteil des Performance-Pakets ist der zusätzliche Fahrmodus "Rennstrecke". Im Übrigen lassen sich die Programme "Rutschig", "Normal" und "Sport" abrufen, die entsprechenden Schalter sind Serienstandard. Mehrere Schalter? Ja, zusätzlich zum eigentlichen Taster gibt es im ST einen Knopf am Lenkrad, der direkt das Sport-Setup anwählt.

Im Vergleich zu den schwächeren Focus-Modellen verfügen die ST-Versionen unter anderem über eine direkter übersetzte Lenkung, ein zehn Millimeter tiefer gelegtes Fahrwerk, eine standfestere Bremsanlage, steifere Stoßdämpfer, diverse Modifikationen an der Fahrwerksgeometrie und einen "Elektronischen Motorsound-Verstärker", der laut Ford "akustischen Genuss" bietet und "jeden Zweifel an den athletischen Talenten zerstreut". Eher als aufdringlich dürften die meisten Fahrer es tatsächlich empfinden, und dass ein Synthetik-System es nicht mit dem Brabbeln des einstigen Fünfzylinders aufnehmen kann, versteht sich von selbst.

Optisch gibt sich der Focus ST an einer modifizierten Front zu erkennen, an mindestens 18 Zoll großen Rädern, an einem steiler angewinkelten Dachspoiler, an zwei Endrohren (die künftig im Sinne der Alltagstauglichkeit auch einer Anhängerkupplung nicht im Wege stehen) - und auf Wunsch an einer der Sonderfarben Ford-Performance-Blau und "Tropical Orange".

Im Innenraum kommen die üblichen Sport-Insignien zum Einsatz, speziell was Dekore und Nähte betrifft. Die bisher ST-typischen Zusatzinstrumente auf der Mittelkonsole gibt es freilich nicht mehr. An ihrer Position ist schließlich der große Touchscreen montiert, und der zeigt Ladedruck, Öldruck und Öltemperatur denn künftig auch an.

Der neue Ford Focus ST läuft gemeinsam mit den anderen Varianten der Focus-Baureihe im saarländischen Werk Saarlouis vom Band. Er kostet ab ... nein, das verraten die Kölner erst zu einem späteren Zeitpunkt. Im Sommer jedenfalls sollen die Schalter auf den Markt kommen, der Automatik-ST folgt Ende des Jahres.
Leserbrief Autokiste folgen date  18.02.2019  —  # 12878
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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