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Freitag, 22. März 2019,
Neues Topmodell mit zusätzlichen Extras für rund 5.000 Euro Aufschlag

Škoda Kodiaq L&K: Vieles drin, vieles nicht

Obwohl Škoda beim Kodiaq die Nachfrage gar nicht vollständig bzw. in überschaubarem Zeitrahmen bedienen kann, ergänzt der Autobauer das Angebot jetzt um eine neue Top-Linie. Sie bringt zusätzliche Ausstattung mit – ist aber alles andere als auch nur annähernd vollständig.
Škoda Kodiaq L&K: Vieles drin, vieles nicht
Škoda
Den Škoda Kodiaq gibt es jetzt
auch in der Top-Ausstattungslinie L&K
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Nach der mit viel Brimborium begleiteten Einführung des Kodiaq RS kündigt Škoda jetzt auch einen Kodiaq L&K an. Die höchste Ausstattungslinie, deren Name wie gewohnt an die Markengründer Laurin und Klement erinnert, gibt sich gegenüber dem bisherigen Topmodell "Style" äußerlich an 19-Zoll-Rädern und getönten Scheiben ab der B-Säule (Škoda nennt das nach wie vor "Sunset") zu erkennen. Außerdem sind laut Konfigurator manche Metalliclacke inkludiert.

Im Interieur verfügt der Kodiaq L&K serienmäßig über eine Lederausstattung, die es nur in schwarz oder beige gibt, Ambientebeleuchtung, Canton-Soundsystem und spezielle Dekorleisten.

In Sachen Technik beinhaltet das L&K-Niveau die elektrische Heckklappenbedienung, die Progressivlenkung, das 360-Grad-Kamerasystem, den Trailer-Assist bei Fahrzeugen mit Anhängerkupplung, den Parklenkassistenten, den Abstandstempomaten (kleine Version bis 160 km/h), Spurhalte-, Auspark- und Totwinkel-Assistent, Stau- und Notfallasisstent (Modelle mit DSG) und eine elektrische Verstellung nebst Memory-Funktion auch für den Beifahrersitz.

Im Übrigen preist der Hersteller zahlreiche weitere Dinge an, die aber bereits im "Style" und teilweise sogar zwei Hierarchieebenen darunter bereits serienmäßig sind. Insgesamt ist der L&K bei weitem nicht voll ausgestattet. So sind weder das Panorama-Dach und Navigation noch Dreizonen-Klimaautomatik und Digitalinstrumente an Bord. Auch beheizbare Frontscheibe, Fernlichtassistent, schlüssellosem Zugangssystem, Alarmanlage, Fahrprofilauswahl und SAP-Anbindung fürs Handy wollen extra bezahlt werden, ebenso das adaptive Fahrwerk. Besonders peinlich wird die Aufpreispolitik bei einem solch großen, familientauglichen Auto beim Extra-Berechnen von Gepäcknetztrennwand, proaktivem Sicherheitssystem und von Sitzheizung, Sonnenrollos und Seitenairbags hinten.

Motorseitig sind für den L&K der 1,5 TSI mit 150 PS (nur mit DSG, Allrad optional) und der Zweiliter-Diesel mit 150 (Allrad mit Getriebe nach Wahl oder Frontantrieb mit DSG) und 190 PS (DSG, Allrad) lieferbar. Die Preise beginnen zwischen 40.090 und 45.990 Euro, die Aufschläge gegenüber dem "Style" bewegen sich in einem Korridor zwischen 4.950 und 5.090 Euro. Beim 190-PS-Topmodell errechnet sich beispielhaft soweit ersichtlich ein Preisvorteil von gerade einmal 500 Euro plus Metalliclack.
Leserbrief Autokiste folgen date  20.12.2018  —  # 12826
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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